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Kirschblütenfest in Refrath: Regen-Auszeit in der Salzsteingrotte

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Auf der Bühne des Kirschblütenfestes präsentierten sich die Refrather Vereine. Foto: Diethelm Nonnenbroich
In Refrath steht die Kirsche in voller Blüte. Grund genug, die Fußgängerzone beim traditionellen Kirschblütenfest in eine bunte Festmeile zu verwandeln. Die Besucher konnten dabei Talente auf der Bühne erleben.  Von
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Mehr als 9000 Kilometer trennen Refrath und Japan, doch beide haben eins gemeinsam: Wenn die Kirsche in voller Blüte steht, wird gefeiert. Bereits seit 25 Jahren verwandeln die Refrather beim traditionellen Kirschblütenfest am Muttertagswochenende die Fußgängerzone in eine bunte Festmeile.

Leider wurde dieses Jahr die Rechnung ohne die Witterung gemacht: Regenschauer zogen am ganzen Wochenende durchs Land. „Wir hatten noch nie so schreckliches Wetter“, bedauert Veranstalterin Sandra Bültel, die das Fest seit drei Jahren organisiert.

Dieses Jahr war nicht nur das Wetter schwierig, das Fest bekam am Sonntag Konkurrenz durch das Radrennen „Rund um Köln“. „Dieses Jahr kommt alles zusammen“, stöhnt Sandra Bültel, „wir hoffen natürlich, dass die Leute, wenn sie schon einmal draußen sind und am Straßenrand stehen, auch direkt zu uns kommen.“

Gestartet war das Kirschblütenfest am Freitag mit einer brasilianischen Nacht mit Trommelmusik und Salsatanz. Am Samstag und Sonntag bot die Bühne auf dem Peter-Bürling-Platz den Sportvereinen und Bands eine Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. „Wir möchten gerade Newcomern eine Chance bieten“, betont Bültel und zeigt auf die Bühne, auf der gerade „Cats are grey“ spielt. Die Schüler- und Studentenband aus Odenthal beeindruckt das Publikum mit gecoverten und selbst geschriebenen Liedern. Beim Lied „Diamonds in the sky“ macht Sängerin Vanessa Wirths der Interpretin des Originals, Rihanna, große Konkurrenz. „Ich habe schon mit acht Jahren angefangen zu singen“, sagt die 16-Jährige. Gemeinsam mit ihren vier Bandmitgliedern probt sie seit einem halben Jahr. Der nächste Auftritt wartet: Im September tritt die Band auf dem Schulfestival „Go-Vision“ in Odenthal auf.

Wer die Nase voll vom Regen hatte, gönnte sich bei Martina Kierspel eine Auszeit. In ihrer „mobilen Salzsteingrotte“ konnten sich die Besucher bei lauschigen 21 Grad und meditativer Musik entspannen. Die Salzsteine kommen aus Pakistan, „vom Fuße des Himalaya“, sagt Kierspel, und erklärt: „Die Luft wirkt durch das Salz antibakteriell und desinfizierend.“ Viele Asthmatiker und Patienten mit einer chronischen Bronchitis seien Stammgäste, mittlerweile brächten Leute sogar ihre Haustiere mit: „Die salzige Luft hilft Hunden und Katzen bei Fellproblemen.“

Martina Kierspel hatte nach einem Burnout eine neue Art gesucht, „um komplett in eine andere Welt einzutauchen“. Nachdem sie nichts nach ihrem Geschmack gefunden hatte, dachte sie sich: „Das machst du selbst“, kündigte ihren gut bezahlten Bürojob und eröffnete im März 2012 ihre Salzgrotte in Leverkusen-Schlebusch. Wellness steht bei den Refrathern offenbar hoch im Kurs: Um die Ecke wartet ein mobiler Massagesalon auf Kundschaft.

Aber es gab auch viele, denen das schlechte Wetter nichts ausmachte: Beim Karussell wie auch beim Feuerwehrauto knubbelten sich die Menschen.

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