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Kletterpark: Danke, lieber Grauspecht

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Ein Grausprecht besiegelt das Aus für den Diepeschrather Kletterpark. Foto: Roland U. Neumann
Die Pläne für den Diepeschrather Kletterpark sind nun endgültig vom Tisch. Grund dafür ist wohl ein kleiner Grausprecht, der im angedachten Baugebiet beheimatet ist. Ein guter Vorwand? Ein Kommentar  Von
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Der Grauspecht ist ein kleiner Vogel, aber groß genug, dass sich CDU und FPD hinter diesem Tierchen verstecken können. Denn auch ohne Grauspecht war die Politik eindeutig in einer Rückwärtsbewegung in Sachen Kletterwald. Einmal mehr war die politische Mehrheit den Vorschlägen der Verwaltung anfänglich gefolgt – und einmal mehr hätte sie es besser gelassen.

Inzwischen kann man schon von einem Gladbacher System sprechen: Unausgegorene Pläne werden zur Abstimmung vorgelegt. Und Bürgerproteste werden unterschätzt. Zu spät erkennen CDU und FDP, dass ihre Zustimmung nicht zu halten ist. Diese Rückzüge sind politische Niederlagen. Dabei beschädigen sich die Mehrheitsparteien, aber auch Bürgermeister Lutz Urbach, der für die schlechte Arbeit seiner Verwaltung die Verantwortung trägt. Aber vielleicht verändert der Diepeschrather Grauspecht ja das Verhältnis von CDU und FDP zur Verwaltung. Und zwar in Richtung zu mehr Distanz und Kontrolle. Dann hätte dieser seltene Vogel mehr getan, als einen Kletterwald zu verhindern.

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