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Konzert: Freunde mit Rhythmus

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Nein, „Die Hände zum Himmel“ gehört nicht zum Repertoire der „Swinging Friends“ – Gesang mit Bewegung allerdings schon. Foto: Christopher Arlinghaus
Für sein Konzert übt der Gospel- und Jazzchor „Swinging Friends“ auch das synchrone Fingerschnipsen. Nicht nur die Stimmen des Chors sollen beim Auftritt harmonisch sein, sondern auch die Bewegungen sollen auf das Publikum wirken.  Von
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Der Gesang soll natürlich perfekt sein beim Konzert am Sonntag. Doch erst einmal müssen die rund 30 Frauen und Männer von „Swinging Friends“, der Gospel- und Jazzchor der Max-Bruch-Musikschule, Bewegung üben – damit der Auftritt beim Publikum wirkt, muss auch das Auf- und Abgehen harmonisch sein, das Fingerschnipsen so synchron wie möglich.

Chorleiter Frederic Betz, der die Regie vor einem Dreivierteljahr von Dagmar Bunde übernahm, sortiert die Sänger auf der Bühne, schickt sie hinter die Stuhlreihen und winkt sie ein, als dirigiere er diverse Jets auf der Landebahn. Wenig später jedoch, als der Chor die ersten Töne von „Spring“ anstimmt, wird deutlich, warum die „Swinging Friends“ den Studenten Frederic Betz einhellig als neuen Chorleiter haben wollten. Leise, aber nachdrücklich erinnert er die Frauen und Männer an den stimmlichen Ausdruck, den er von ihnen erwartet, korrigiert den Sopran, der einen Viertelton nach unten gesackt ist, und erinnert die nun hoch konzentrierten Sänger immer wieder daran, was für den Auftritt am wichtigsten ist: „Senden! Ihr müsst das Gefühl dem Publikum rüberbringen!“ Genau das ist für die Swinging Friends, die seit 16 Jahren gemeinsam singen, die größte Herausforderung. „Singen hat ja viel mit Mut zu tun“, sagt Gertraud Thomé, die zum Organisationsteam gehört.


Breites musikalisches Spektrum
„Auf die Bühne zu gehen ist nie selbstverständlich – Männer tun sich dabei besonders schwer, glaube ich.“ Immerhin: Nach einem Aufruf verstärken nun vier Sänger die Bässe und Tenöre. Die Männer sind es auch, die zu Konzertbeginn allein auf der Bühne stehen, Frederic Betz koordiniert mitten im Rathaussaal in Bensberg die Einsätze von Bass und Tenor mit denen von Sopran, Mezzosopran und Alt, denn die Frauen singen bereits, während sie noch zur Bühne unterwegs sind. Betz lässt nur einige Stücke aus dem ersten Programmteil singen – noch ist Bernd Kämmerling nicht eingetroffen, der den Chor am Klavier begleitet.

Musical, Pop, Jazz, eine afrikanische Weise mit viel Percussion – für sein Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins der Musikschule haben die „Swinging Friends“ ein breites musikalisches Spektrum gewählt. Betz lobt die Selbstständigkeit seiner Sänger: „Organisatorisch habe ich nur wenig zu tun, das managen die Chorfrauen und -männer selbst, sie bestimmen auch die Auswahl der Stücke.“ Im zweiten Teil des Programms tritt Chorleiter Betz mit der Gitarre auf, denn wenn er nicht gerade Gesang mit Schwerpunkt Jazz an der Kölner Musikhochschule studiert, ist er unter dem Namen „Monsieur Moustache“ als Singer-Songwriter unterwegs.

„Swing into Spring“, Sonntag, 17. März, 17 Uhr, Ratssaal des Rathauses Bergisch Gladbach-Bensberg, Wilhelm-Wagener-Platz 1.

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