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Planung: Das Grün weicht dem Gewerbe

Foto: Roland U. Neumann
In Obereschbach beginnen im Februar die ersten Bauarbeiten für die Kanalisation. Mit der grünen Idylle auf dem 50000 Quadratmeter großen Gelände ist es dann vorbei, denn an der L 136 entsteht ein neues Gewerbegebiet.  Von
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Bergisch Gladbach. 

Noch bietet sich dem Vorbeifahrenden das gewohnte Bild: Gras und Unkraut sprießen auf den Hängen und Terrassen des künftigen Gewerbegebiets Obereschbach an der Landstraße 136 in die Höhe. Doch mit der grünen Idylle auf dem 50 000 Quadratmeter großen Gelände ist es bald vorbei. Im Februar sollen die Bauarbeiten zur Verlegung der Kanalisation für Trink- und Abwasser großen Gelände beginnen, kündigt Stadtsprecher Martin Rölen an. Im Oktober sollen alle Rohre verlegt und die Grundstücke damit bezugsfertig sein. Künftige Grundstückseigentümer könnten aber nach Absprache mit dem Stadtentwicklungsbetrieb auch schon früher anfangen, dort zu bauen.

Zuletzt waren im Sommer vergangenen Jahres Bagger auf dem Gelände unterwegs: um Schäden an der Landstraße sowie im Erdreich der künstlich aufgeschütteten Hügel zu reparieren. Ein erhöhter Grundwasserspiegel – verursacht durch die Bauarbeiten im geplanten Gewerbegebiet – hatte im März 2012 für einen Einbruch der Straße geführt. Starke Regengüsse dann im Juli verantwortlich dafür, dass sich Risse in den Böschungen links und rechts der Fahrbahn bildeten.

Die Ausbesserungsarbeiten – Bau eines Damms entlang der Straße sowie Sicherung des Hangs mit Steinen – hätten aber bei der Entwicklung des Gewerbegebiets nicht für Zeitverzug geführt, sagt Rölen. Es gebe bereits eine Reihe von Interessenten – darunter Betriebe aus Bergisch Gladbach, die sich vergrößern wollten, sowie Unternehmen von außerhalb. Verträge seien jedoch noch nicht unterzeichnet.

Angeboten werden im neuen Gewerbegebiet Obereschbach Grundstücke, die zwischen 3000 und 8500 Quadratmeter groß sind. Alle Flächen sind für Gewerbe ohne Emissionen gedacht. Der Kaufpreis liegt bei 120 Euro pro Quadratmeter. Der Kanalbau kostet insgesamt 1,6 Millionen Euro. Wie berichtet, will das Abwasserwerk als Erschließungsträger 375 000 Euro über Anschlussbeiträge von den künftigen Grundstücksbesitzern im Gewerbegebiet wieder reinholen.

Der Rest des Betrages wird auf die Abwassergebühren geschlagen. Kritik, etwa seitens des Vereins Haus und Grund, dies sei unsozial, will die Stadt Bergisch Gladbach nicht gelten lassen. „Die Satzung der Kanalanschlussbeiträge sieht nun einmal Einheitssätze für das gesamte Stadtgebiet vor“, erläutert Rölen. Demnach zahlen die Gewerbetreibenden im abgelegenen Obereschbach den gleichen Satz wie ein Hauseigentümer in der Stadtmitte.

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