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Regenrückhaltebecken: 205 Millionen fließen in den Kanal

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Regenrückhaltebecken an der Tannenbergstraße Foto: Christopher Arlinghaus
Die Stadt Bergisch Gladbach wird in den nächsten Jahren massiv in die Sanierung des Abwasserschutzes investieren. Die investierten 205 Millionen Euro werden zu einer Erhöhung der Gebühren führen.  Von
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Die Stadt gibt viel Geld aus für die Sanierung und Erneuerung ihrer Kanäle sowie den Bau von Regenrückhaltebecken: Bis zum Jahr 2025 und darüber hinaus sind es 205 Millionen Euro. Dies geht aus dem Abwasserbeseitigungskonzept hervor, das die beiden Fachausschüsse Umwelt und Infrastruktur in einer gemeinsamen Sitzung am Donnerstagabend beraten haben.

Die Investitionen werden dazu führen, dass die Gebühren steigen werden. Erst 2013 mussten die Bürger eine Steigerung der Kanalgebühren von 30 Prozent für Regenwasser hinnehmen. Zudem ist mit Verkehrsproblemen während der Arbeiten zu rechnen.

In welcher Höhe die Gebühren steigen werden, dazu konnte Stephan Schmickler, Baudezernent und Erster Beigeordneter, keine sichere Prognose abgeben. Nach ersten Schätzungen könnten sich die Steigerungen zum Beispiel für Niederschlagswasser auf 38 Cent pro Quadratmeter Fläche im Jahr 2017 summieren. Die Gebühren für Schmutzwasser könnten bis 2019 um 29 Cent pro Quadratmeter in die Höhe klettern.

Um die Gebühren möglichst stabil zu halten, aber auch um ein Verkehrschaos zu verhindern, will die Stadtverwaltung die Gültigkeit des Abwasserbeseitigungskonzepts auf mehr als elf Jahre strecken. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Fortschreibung für einen Zeitraum von sechs Jahren. Deshalb muss die Bezirksregierung als zuständige Aufsichtsbehörde diesem Vorgehen, zahlreiche Bauprojekte erst nach dem eigentlichen Gültigkeitszeitraum von 2014 bis 2019 zu erledigen, noch zustimmen. Kalkuliert habe die Verwaltung nach Rösrather Vorbild: Die Investitionen sollen sich in Höhe der Abschreibungen bewegen.

Das Konzept umfasst 120 Einzelprojekte, wovon 27 sich auf die Verkehrsführung auswirken und für Staus sorgen könnten. Die SPD schlägt deshalb vor, die Kanalarbeiten in Gronau entlang der Buchholzstraße und Kippemühle um ein Jahr auf das Jahr 2015 zu verschieben. Aus Sicht der Verwaltung keine gute Lösung, weil mit den Arbeiten die Voraussetzungen zum Bau der Unterführung an der Tannenbergstraße geschaffen werden sollen. Eine Verschiebung könne zur Folge haben, dass Fördergeld zum Umbau von Eisenbahnkreuzungen nicht mehr zur Verfügung stehe. Bis zur nächsten Sitzung des Infrastrukturausschusses im April soll dies genauer geklärt werden. Die beiden Großprojekte entlang der Friedrich-Offermann-Straße in Bensberg und entlang des Refrather Wegs in Bergisch Gladbach sollen auf die Jahre nach 2025 verschoben werden.

Die Verwaltung will außerdem noch prüfen, ob die Erneuerung der Kanäle rund um die Straße In der Auen in Refrath später als 2014 erledigt werden kann. Schmickler betont, dass die Verbesserung der Entwässerung dort unabhängig von der möglichen Erweiterung des Gewerbegebiets Lustheide nötig sei. Anwohner hätten in dem Viertel bei starkem Regen immer wieder über voll gelaufene Keller geklagt.

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