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Schilder in Bergisch Gladbach: Ortsschilder einheitlich gestalten

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In Bensberg steht der Name meist oben. Auf anderen Schildern steht der Ortsteil in der Mitte. Foto: Christopher Arlinghaus
Einen buntes Wirrwarrr herrscht bei den Ortsschildern in Bergisch Gladbach: Mal steht die Stadt über dem Ortsteil, mal darunter. Teilweise fehlen die Schilder sogar ganz. Ziel eines Bürgerantrags ist es nun, ein einheitliches System zu schaffen.  Von
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Bergisch Gladbach

Es ist ein Drunter und Drüber: Die gelben Ortsschildern in der Stadt sind nicht einheitlich gestaltet. Mal steht Bergisch Gladbach oben über dem Ortsteil, mal darunter. Mal ist Rheinisch-Bergischer Kreis mit Bindestrich geschrieben, mal ohne. Teilweise sind die Tafeln falsch platziert oder fehlen ganz, wie auf der Strecke zwischen Overath-Immekeppel und Moitzfeld. Und manchmal sind Ortsteile ausgewiesen, die es offiziell gar nicht gibt, wie Gierath.

Ziel des Bürgerantrags des Heimatforschers Herbert Stahl im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden ist es, endlich ein einheitliches System in den Schilderwald zu bringen. Alle Fraktionen unterstützen dieses Anliegen und haben deshalb das Thema zur Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

Alter Ratsbeschluss

Sogar die Verwaltung gibt dem Antragsteller recht: Denn es gibt längst einen Ratsbeschluss aus dem Jahr 1999, der zumindest regelt, dass die Bezeichnung „Bergisch Gladbach“ für das ganze Stadtgebiet gelten soll. Nicht geklärt worden sei aber, wie die darunter aufzuführenden einzelnen Ortsteile abgegrenzt und benannt werden sollen. Den Grund für die Misere sieht Stahl in der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975, als der Zusammenschluss der beiden Städte Bergisch Gladbach und Bensberg entschieden wurde.

Damals wurde das Stadtgebiet aus statistischen Zwecken in Wohnplätze aufgeteilt. Die jetzige Beschilderung, so Stahl, erwecke den Eindruck, dass durch die häufige Erwähnung bestimmter Ortsnamen wie Bensberg, Refrath oder Schildgen, die Zeit sozusagen zurückgedreht werden sollte. Deshalb fordert der Heimatforscher, die nichtssagende Bezeichnung „Wohnplatz“ abzuschaffen und stattdessen den Begriff „Stadtteil“ einzuführen: „Das müssen wir uns endlich wert sein.“ Dann könnten die gelben Tafeln vielleicht endlich zu Symbolen für ein Zusammenwachsen werden.

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