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Telefon-Sprechstunde: Der kleine Snack für den Rücken

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Auf die Frage, wie man am Arbeitsplatz richtig entspannt, geben zwei Experten am Lesertelefon des "Kölner Stadt-Anzeiger" Auskunft. Foto: dpa
Nach langen Arbeitstagen im Büro oder in der Werkhalle ist Entspannung angesagt - aber wie? Am Lesertelefon des "Kölner Stadt-Anzeiger" geben am Mittwoch, 30. Januar, von 13 bis 14 Uhr zwei Experten auf diese Frage Antworten.  Von 
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Kopfschmerzen, Augenflimmern, die Muskulatur von Hals und Rücken steif wie ein Brett, ziehender Schmerz im Ellbogen – so geht es Menschen, die stundenlang am Arbeitsplatz sitzen, unentwegt auf den Bildschirm blicken, schreiben und schreiben, telefonieren und telefonieren. Oder in einer Werkhalle unentwegt fast identische Bewegungen machen. Irgendwann signalisiert der Körper: Stopp, so geht es nicht weiter – Entspannung ist angesagt. Aber wie? Zwischendurch während der Arbeitszeit?

Rund um die Gesundheit am Arbeitsplatz geht es mit zwei Experten bei der Telefonsprechstunde am Mittwoch, 30. Januar, von 13 bis 14 Uhr in der Redaktion des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Mit Tipps für den Erhalt der Gesundheit und Ratschlägen für die Therapie stehen Marc van Gerven, Physiotherapeut in der Reha Marienberg am Marienkrankenhaus, und Jörg Gommersbach-Löffler, Leiter des Zentrums für Prävention und Rehabilitation am Evangelischen Krankenhaus. Eigentlich wäre es ganz einfach, die Verspannungen und Irritationen schon im Anfangsstadium zu vermeiden – mit leichten Bewegungen. „Mit dem kleinen Snack für die Wirbelsäule“, nennt Marc van Gerven die kleinen Übungen, die nicht viel Zeit kosten. „Aber man muss die Veränderung seines Verhaltens auch wollen. Das muss so automatisiert werden wie das tägliche Zähneputzen.“

Die Experten

Folgende Gesprächspartner sind am Mittwoch, 30. Januar, von 13 bis 14 Uhr in der Redaktion des „Kölner Stadt-Anzeiger“ zu erreichen:

Marc van Gerven, Physiotherapeut im Reha-Zentrum am Marienberg, Marienkrankenhaus, ☎ 02202/93 78 19.

Jörg Gommersbach-Löffler, Leiter des Zentrums für Prävention und Rehabilitation am Evangelischen Krankenhaus, ☎ 02202/93 78 19.

Gemeint sind das Recken, Strecken und Dehnen beim Wachwerden – so macht es ein Säugling ganz ohne Vorbild. Und weiter geht es am Arbeitsplatz: Arme und Schultern hochnehmen, nach rechts und nach links strecken – anderthalb Minuten lang und dann weitermachen. „Man kann sich am Computer oder im Smartphone eine Erinnerungsfunktion einrichten, die einen regelmäßig zum Ausspannen einlädt“, rät van Gerven. Auch der Arbeitsplatz mit Schreibtisch, Computer und Bürostuhl sollte individuell auf der Nutzer eingestellt werden. Auch im verarbeitenden Gewerbe und in den Pflegeberufen gebe es viele Dinge zu beachten, um die Arbeitskraft lange zu erhalten: Hilfsmittel zum Tragen von Gewichten und der Pflege von Patienten und vieles mehr. „Die einfachen Übungen am Arbeitsplatz ersetzen kein Training und keine Therapie, sind aber Grundlage für die Gesunderhaltung von Rücken und Gelenken“, empfiehlt van Gerven.

Kollege Gommersbach-Löffler, Sportwissenschaftler und Betriebswirt, hält noch ganz andere Tipps parat, die überraschend einfach funktionieren: „Arbeit mit Bewegung koppeln – Aufstehen beim Telefonieren, das wird nur schwierig, wenn man Notizen machen muss.“ Aber kann auch dabei die Schultern kreisen lassen, die Nacken nach rechts und links dehnen.

„Im Großraumbüro gucken die Kollegen zuerst ganz verblüfft, aber irgendwann wird es zur Gewohnheit und wegen der Effektivität auch nachgeahmt“, sind seine Erfahrungen. Wenn es möglich sei, sollte man auch das Telefon auf Freisprechfunktion einstellen: „Dann sind die Hände frei, man muss den Kopf nicht schief am Hörer halten oder diesen gar festklemmen.“ Und noch ein Tipp: Po- und Bauchmuskeln anspannen beim Telefonieren. „Man sollte dies als Automatismen übernehmen, denn damit schafft man erste Voraussetzungen, das Alter in geistiger und körperlicher Fitness zu zu erreichen“, rät Gommersbach-Löffler. Doch dies sind nur die Grundlagen für den Erhalt der Gesundheit auch am Arbeitsplatz.

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