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Wochenmarkt: Neue Laufwege aus der Krise

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Blumenpracht auf dem Wochenmarkt auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Foto: Roland Neumann
Auf dem Konrad-Adenauer-Platz werden die Stände auf dem Wochenmarkt neu geordnet. Die Marktbeschicker klagen klagen über Verluste. Das neue Konzept soll den Wochenmarkt attraktiver machen.  Von
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Die Marktbeschicker und die Stadtverwaltung sind sich einig: Es muss etwas getan werden, um den Gladbacher Wochenmarkt auf dem Konrad-Adenauer-Platz attraktiver zu machen. Aber was? „Wir kämpfen seit Jahren mit sinkenden Umsatzzahlen“, erklärt Friedhelm Schlaghecken für die Marktbeschicker. Eine Möglichkeit gegenzusteuern sei, die Anordnung der Stände und damit die Laufwege zu verändern. Ganz konkret bedeutet dies, dass der Durchmarsch von der unteren zur oberen Hauptstraße an Markttagen so einfach nicht mehr möglich ist. Zwei Fischstände versperren den Weg und lenken die Kunden in Richtung Rathaus. Im Idealfall soll die Kundschaft auf einem Rundgang an allen Ständen vorbeigeführt werden.


Am Samstag, 29. Dezember, wird der neu geordnete Markt zum ersten Mal aufgestellt. Neben den geänderten Laufwegen gibt es auch eine neue Verteilung der Stände. Denn in den vergangenen Jahren habe sich der Markt immer mehr in Richtung Bergischer Löwe verschoben. Gute Stände wurden dort aufbaut, fliegende Händler mit Textilien bekamen ihren Stand am Konrad-Adenauer-Platz. Was mindestens zwei negative Effekte hatte: Zum einen wurde der Konrad-Adenauer-Platz als Standort abgewertet. Zum anderen versperrten die Stände vor dem Bergischen Löwen mögliche Veranstaltungen dort am Wochenende. Nach der neuen Anordnung bleibt der Platz direkt vor dem Löwen frei. Ute Unrau von der Stadtverwaltung: „Mit dieser neuen Anordnung wollen wir den Negativ-Entwicklungen entgegenwirken.“


Die Stadtverwaltung spricht von „Kernhändlern“, die zurück auf den Markt ziehen. Gemeint sind Angebote von Obst und Gemüse, von Backwaren, Käse, Fisch und Fleisch. Die liegen in der Auslage von einheimischen Marktbeschicker, die seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten, auf dem Gladbacher Markt präsent sind. Fliegende Händler werden auf die Plätze an der Peripherie verwiesen.


Zwar reagieren die Marktbeschicker speziell auf die Situation am Konrad-Adenauer-Platz, aber die Rede ist von einem bundesweiten Abwärtstrend der Wochenmärkte. Dafür gebe es viele Gründe. Schlaghecken verwies auf die Neuansiedlung von gut sortierten Supermärkten. „Wir befinden uns in einer verschärften Konkurrenzsituation.“ Und das eben nicht nur bezogen auf den Gladbacher Wochenmarkt.


Alle Wochenmärkte stünden unter Druck. Gerade deshalb seien flankierenden Hilfen so wichtig. Wer einen attraktiven Wochenmarkt haben wolle, der müsse dafür auch ein attraktives Umfeld schaffen. Noch einmal Schlaghecken: „Dazu gehören auch attraktive Parkplätze.“ Der Wegfall der Stellplätze an der Buchmühle habe sofort zu weiteren Umsatzeinbußen geführt. Im Internet lässt sich übrigens gut verfolgen, wie gut der Markt besucht wird: Eine Kamera stellt minütlich aktualisierte Bilder ins Netz. Ute Unrau: „Da waren in der Vergangenheit die Lücken auf dem Konrad-Adenauer-Platz zu sehen.“ Das sei keine gute Werbung für die Stadt gewesen. Nun hoffen Händler und Stadtverwaltung auf eine bessere Frequenz – und bessere Bilder von der Kamera.

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