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Zanders: Aufräumen nach dem Brand

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Blick auf die zerstörten Papierrollen im Zanders-Werk. Foto: Privat
Nach dem Feuer im Papierlager der Firma Zanders ermittelten Brandermittler am Montag vor Ort. Das Logistikunternehmen versucht nun, die Logistikprobleme so gering wie möglich zu halten.  Von
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Die Ursache für den Brand im Papierlager der Firma Metsä Board Zanders war am Montagabend noch nicht geklärt. Die Brandermittler der Kreispolizei ermittelten am Montag am Brandort und suchten zwischen den verbrannten Papierrollen nach der Brandursache. Ein Ergebnis lag bis Redaktionsschluss noch nicht vor.
Für die Mitarbeiter der Firma beginnt jetzt das große Aufräumen, die Produktion muss nun schnellstmöglich wieder in Gang kommen. Noch immer lagern völlig durchnässte Papierrollen in der Lagerhalle auf dem Firmengelände an der Gohrsmühle. Mit 22 000 Litern Löschwasser pro Minute hatte die hauseigene Sprinkleranlage über mehrere Stunden das Gebäude unter Wasser gesetzt. Die Feuerwehr pumpte zusätzlich rund 162 000 Liter Löschschaum durch zwei Dachluken in die Halle. Dann war der Brand am Samstagabend gelöscht. Die Werksfeuerwehr der Firma kontrollierte am Montag das Papierlager und suchte nach übrig gebliebenen Glutnestern.

Am Freitagmorgen, als feststand, dass Flammen und Löschwasser den Lagerbestand an Rohmaterialien der Niederlassung in Bergisch Gladbach zerstört hatten, sprach Ari Kiviranta, der Geschäftsführer des Papierherstellers, von einer „großen Katastrophe“ für das Unternehmen. „Gebäude und Lager sind wichtig für die Firma Metsä Board Zanders in Bergisch Gladbach. Der Verlust des Gebäudes könnte ein Desaster für den Standort, die Firma und die Lieferfähigkeit werden“, sagte Kiviranta.

Dem Werksleiter bereitete die neue Sparte Faltschachtelkarton Kopfschmerzen. Laut ersten Schätzungen waren rund 60 Prozent der zerstörten Rohware Papiere für die Faltkartonherstellung. „Die Faltschachtelproduktion wird erst einmal gestoppt. Die Kunden werden aus Lagerbeständen des Konzerns beliefert“, erklärte der Zanders-Chef. Finanziell werden die Folgen des Brandes für das Betriebsergebnis der Firma Metsä Board Zanders wohl überschaubar bleiben. Das bestätigte Juha Laine, stellvertretender Geschäftsführer des Konzerns und verantwortlich für die Kommunikation. Laut Kiviranta ist die Firma gegen den Materialverlust versichert. Auch Liefergeschäfte, die wegen fehlender Ware nicht zustande kämen, decke die Versicherung ab. Mittlerweile hat sich Matti Mörsky, Finanzleiter der finnischen Muttergesellschaft, zu Wort gemeldet. Nach aktuellem Kenntnisstand sei nicht zu erwarten, dass das Feuer Einfluss auf die Lieferfähigkeit in Bezug auf die Faltschachtelkartons seitens Metsä Board hätte. Die Produktion des Faltschachtelkartons werde, bedingt durch den Brand, für einige Zeit unterbrochen. Die Kunden würden über mögliche Auswirkungen in Bezug auf ihre Lieferung rechtzeitig unterrichtet. Die Produktion von Chromolux werde fortgesetzt. Probleme bereitet dem Management aktuell der Nutzungsausfall des Rollenzwischenlagers. Dadurch muss die gesamte Logistik des Produktionsablaufs verändert werden. Für die logistischen Einschränkungen gilt es, Lösungen zu entwickeln und bereitzustellen.
Den gesamten Montag saß Zanders-Geschäftsführer Kiviranta mit Mitarbeitern seines Management-Teams zusammen, um Maßnahmen zu besprechen, die zur Bewältigung der Brandfolgen getroffen werden müssen.

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