28.09.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Biokisten im Test: Obst und Gemüse frei Haus

Biokisten im Test

Biokisten im Test: Die Redaktion hat sich von sechs Anbietern beliefern lassen.

Foto:

Hennes

Köln -

Wer regional erzeugte Lebensmittel kaufen will, hat verschiedene Motive: kurze Lieferwege, eine Alternative zur industriellen Massenproduktion, naturnahe oder ökologische Erzeugung, Transparenz, Umweltschutz, Stärkung der regionalen Landwirtschaft und viele mehr. Der Einkauf direkt auf dem Hof versprüht zudem noch einen altertümlichen Charme und schafft ein Gefühl von Nähe, Natürlichkeit und persönlicher Verantwortung.

Alltagskompatibel sind diese Wünsche selten. Im besten Fall hat man einen Wochenmarkt in der Nähe, auf dem die Stände tatsächlich aus der Region bestückt werden. Oder man kann in nahe gelegenen Hofläden einkaufen, ohne dass der eigene Anfahrtsweg die Intention ad absurdum führt.

Eine Alternative bieten mittlerweile unterschiedlichste Liefermodelle, bei denen Regionalität und biologische Ware die Hauptrolle spielen. Die "Magazin"-Redaktion hat sechs davon in Selbstversuchen getestet. Die Erfahrungsberichte sind also absolut subjektiv. Allgemeingültig sind aber die Parameter, die angelegt wurden, um den Service sachlich zu beurteilen: Ist die Lieferung zuverlässig? Sind die Produkte frisch? Und stammen sie wirklich aus der Region? Mit welchen Fragen muss man sich als Kunde auseinandersetzen, auf was sich einstellen? Wie sind Lieferzeitpunkt, Produktmenge, Zahlungs- und Buchungsmodalitäten?

Vom klassischen Gemüse-Abo, das jede Woche neue Feldfrüchte, aber auch andere Produkte nur in einem sehr begrenzten Umkreis ausliefert, bis zu überregionalen und umfänglichen Angeboten und dem neuen Zutatenlieferdienst "Kommt Essen", der die Mengen nach Personen- und Tageszahl berechnet, war alles dabei. Wirkliche Probleme gab es kaum. Der Service lief reibungslos, die Qualität der Produkte empfanden alle Testerinnen als gut. Meist stellten sich dafür andere Fragen: Wie die fixe Buchung in den flexiblen Alltag integrieren? Oder was tun, wenn der Mangold zu üppig sprießt?