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Freiwillige Feuerwehr: Chef von 500 Floriansjüngern

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Alfred Reintges aus Dollendorf ist der neue Chef der Blankenheimer Gemeindefeuerwehr.  Foto: Johannes Puderbach
Alfred Reintges tritt als neuer Feuerwehrchef an der Oberahr in die Fußstapfen von Willi Heck. Zuvor war er schon als stellvertretender Wehrleiter tätig.  Von
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Wer rund um die Ahrquelle vergisst, einen Parkzettel zu ziehen, muss eigentlich hoffen, dass es brennt. Dann hat Alfred Reintges nämlich keine Zeit, Knöllchen zu schreiben. Denn der 51-jährige Dollendorfer ist nicht nur für die Überwachung des ruhenden Verkehrs zuständig, sondern neuerdings auch Leiter der Blankenheimer Feuerwehr.

„Die Feuerwehr ist nicht mein Hobby, sondern meine Leidenschaft“, sagt der gelernte Landmaschinenmechaniker, der als Nachfolger von Willi Heck nun Chef von knapp 500 Feuerwehrmännern und -frauen an der Oberahr ist. Zuvor war Reintges schon neun Jahre lang als stellvertretender Wehrleiter tätig. Noch früher, nämlich im Jahr 1979, trat der heute dreifache Familienvater in die Dollendorfer Löschgruppe ein, die er von 2001 bis zum Frühjahr dieses Jahres leitete. „Bei der Feuerwehr habe ich die Möglichkeit, Menschen zu helfen, ohne dass ich selbst einen Nutzen davon habe“, begründet Reintges sein Engagement. Außerdem gefalle es ihm, mit Gleichgesinnten an einer Sache zu arbeiten. Großartige Änderungen kommen auf die Blankenheimer Wehr nicht zu. „Ich will die gute Arbeit von Willi Heck weiterführen, aber auch offen für Neuerungen sein“, sagt der Mann mit der kräftigen Statur, der zu Jahresbeginn einstimmig in sein Amt gewählt wurde.

„Die Feuerwehr ist nicht mein Hobby, sondern meine Leidenschaft.“

Alfred Reintges, Feuerwehrchef

Der existierende Brandschutzbedarfsplan gebe zunächst einmal die Aufgaben bis zum Jahr 2016 vor. Als nächster großer Schritt stehe der Einstieg in den Digitalfunk bevor. Außerdem bekämen die Löschgruppen Rohr und Waldorf neue Fahrzeuge als Ersatz für ihre mehr als 30 Jahre alten Wagen. „Erste Gespräche sind schon geführt worden“, berichtet Reintges.

Seit dem Jahr 1989 ist er bei der Gemeinde beschäftigt, zunächst war er im Bauhof tätig, dann im Wasserwerk. Seit dem 1. April arbeitet er im Ordnungsamt. Dort ist er aber nicht nur für das Knöllchenschreiben zuständig, sondern in erster Linie für Feuerwehrangelegenheiten. So zählt zum Beispiel der Brandschutz zu seinen Aufgaben, dazu gehören Brandschauen in Gewerbebetrieben und Kindergärten.

„Ich habe mich zunächst mit meiner Frau Carmen beraten, ob ich all die neuen Aufgaben übernehmen soll“, so Reintges. Denn der Wechsel an die Spitze der Feuerwehr und in eine neue Arbeitsstelle sei eine große Veränderung. „Es ist ein enormer Eingriff in die private Welt, ich werde viel mehr in meiner Freizeit unterwegs sein.“ Denn viele Angelegenheiten will der neue Feuerwehrchef nach Dienstschluss erledigen, so zum Beispiel Besprechungen mit den Löschgruppen.

Wenn es etwas gibt, das ihm besonders am Herzen liegt, dann ist es die Jugendfeuerwehr. „Der Nachwuchs ist für unsere Zukunft ungemein wichtig“, urteilt der Dollendorfer, der in Ahrdorf geboren wurde. Denn Quereinsteiger im Erwachsenenalter gebe es nicht mehr viele. Man müsse die Jugendfeuerwehren ordentlich betreuen, damit sie die Lust an der Arbeit in den Löschgruppen behalten. „Wenn wir eine Übernahmequote von 50 Prozent erreichen, ist unsere Existenz in den kommenden Jahren gesichert.“

Viel Zeit für Hobbys bleibt einem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr natürlich nicht. Und wenn doch, dann verbringt Alfred Reintges diese Stunden auf dem Fußballplatz. Dort ist er als Betreuer der C-Jugend-Mannschaft im Einsatz, in der sein Sohn mitspielt. Dabei hat er festgestellt, dass die Fußballer viel größere Nachwuchssorgen haben als die Feuerwehr. Reintges: „Eine eigene C-Jugend-Mannschaft hat kein Verein aus der Gemeinde mehr, es gibt nur noch die Spielgemeinschaft aller Blankenheimer Klubs.“

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