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Klimaschutz in Blankenheim: Umwelt schonen und Geld sparen

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Cora Arbach arbeitet seit Mitte April als Klimaschutzmanagerin bei der Gemeinde Blankenheim.  Foto: Johannes Puderbach
Die 30-jährige Diplom-Geografin Cora Arbach arbeitet seit April als Klimaschutzmanagerin im Blankenheimer Rathaus. In den kommenden drei Jahren soll Arbach ein vielschichtiges Klimaschutzkonzept an der Oberahr umsetzen.  Von
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„Es ist schön, wieder zurück in der Eifel zu sein“, freut sich Cora Arbach, die seit Mitte April im Rathaus des Burgortes arbeitet.

Die 30-jährige Diplom-Geografin stammt ursprünglich aus Olef. Allerdings war sie die vergangenen vier Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Osnabrück tätig. Und nun ist sie als Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Blankenheim wieder zurück in der geliebten Heimat.

Tochter von Eduard Arbach

Bevor Cora Arbach an der Universität Bonn Geographie studierte, machte sie Abitur am Clara-Fey-Gymnasium in Schleiden. An der Universität Osnabrück befasste sich die zierliche Frau dann mit dem Bereich Energieforschung. Wer nun meint, den Namen Arbach schon einmal in diesem Themenzusammenhang gehört zu haben, der liegt vollkommen richtig: Denn Cora Arbach ist die Tochter von Eduard Arbach.

Er ist nicht nur seit vielen Jahren als Ratsmitglied und Fraktionschef der Grünen in Schleiden politisch aktiv, sondern war auch schon als Umwelt- und Energiebeauftragter der Stadt Euskirchen tätig. „Heute arbeitet er in ähnlicher Funktion bei der Stadt Aachen“, berichtet Cora Arbach über ihren Vater.

Dieser ist auch weithin bekannt als Gründungsmitglied des Vereins Windenergie Nordeifel, der Pionier in Sachen ökologischer Energieerzeugung in der Eifel war. Der Apfel ist also sozusagen nicht weit vom Stamm gefallen.

Eigene Fachkraft

Die Aufgabe von Cora Arbach wird es sein, in den kommenden drei Jahren an der Oberahr ein Klimaschutzkonzept umzusetzen. Dieses Konzept wurde vom „Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie“ gemeinsam für die beiden Nachbarkommunen Blankenheim und Nettersheim erstellt und von den Gemeinderäten beschlossen. Die Blondine ist aber nur für die Umsetzung in Blankenheim zuständig, im Nachbarort gibt es dafür eine eigene Fachkraft. Im Juni, wenn beide in ihre Aufgabenfelder eingearbeitet sind, sollen sie mit ihren Arbeitsfeldern der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

„Ich bin noch in meiner Findungsphase“
Cora Arbach

„Ich bin noch in meiner Findungsphase“, meint Cora Arbach. Früher kannte sie Blankenheim praktisch nur von Volleyballspielen und von Ausflügen an den Freilinger See. Nun lernt sie die Gemeinde kennen, wobei ihre Hobbys nützlich sind. Denn die drahtige Frau liebt das Wandern, Radfahren und Joggen. „Da lebe ich jetzt in der richtigen Umgebung“, freut sie sich.

Pendler als Klimakiller ausgemacht

Zurück zur Arbeit: Ihre Stelle wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative vom Bundesumweltministerium gefördert. Ihre Arbeit an der Oberahr umfasst viele Einzelaspekte: So könnte die Gemeinde nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch langfristig viel Geld sparen, wenn sie ihre Gebäude energetisch sanieren würde. Dazu gehört nicht nur die Dämmung, sondern auch die Nutzung moderner Heizungen.
Die größten Klimakiller in der Gemeinde sind aber die Pendler, die mit ihren Autos an die weit entfernten Arbeitsplätze fahren. „Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs stößt hier auf dem Land allerdings an seine Grenzen“, so die Fachfrau. Deshalb sei es eine Überlegung wert, die Elektromobilität zu fördern.

Schulung der Bevölkerung

Aber auch die Schulung der Bevölkerung gehört zu ihren Aufgaben. Ihre Meinung: „Wenn man schon im Kindergarten lernt, das Licht auszumachen, wenn man den Raum verlässt, kann man schon erstaunliche Einsparungen erzielen.“

Und über ihre Arbeit urteilt sie folgendermaßen: „Ich bin in einem sehr spannenden Feld tätig, in dem es zur Zeit viele Entwicklungen gibt.“

Und gerade der kommunale Bereich sei bei der Umsetzung des Klimaschutzes sehr wichtig.

Wenn Cora Arbach zur Arbeit ins Rathaus kommt, schädigt sie übrigens das Klima kaum: „Ich wohne hier im Ort in fünf Minuten Entfernung.“

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