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Oldienight: Gogo-Girls und unvergessene Hits

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Die „60’s Girls“ von der Tanzschule Schumacher in Euskirchen sorgten für originalgetreues Go-Go-Flair bei der Oldienight in Dollendorf. Foto: Stephan Everling
Am Samstagabend kamen die „60’s Girls“ aus Euskirchen in speziell gefertigten Minikleidern und Lacklederstiefeln mit Blockabsatz auf die Bühne. Eröffnet hatte den mitreißenden Konzertabend „June 79“, eine Coverband aus Köln.  Von 
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Blankenheim-Dollendorf

Verzerrte Gitarren, leichtbekleidete Mädchen und die Songs, die bei jedem, der seine Jugend in den 1960er und -70er Jahren verbracht hat, auf ewig in den für Nostalgie zuständigen Gehirnregionen hausen – das sind die Zutaten, die auch die 21. Auflage der Dollendorfer Oldienight zu einem Erfolg werden ließen.

Auch wenn die Haare grau, die Hosen schlabberig und eine Lesebrille selbstverständlicher Bestandteil des Alltags geworden ist: Der Hunger nach Freiheit, mit dem diese Generation den Muff der Nachkriegsjahre wegwehte, ist unvergessen und wird immer wieder wach, und sei es in der Mehrzweckhalle in Dollendorf.

Erlös für guten Zweck

Umso erfreulicher ist es, dass die Vergangenheit nicht als Selbstzweck wieder zum Leben erweckt wird, sondern hinter allem der Gedanke steht, denen zu helfen, denen es nicht so geht. Der Erlös der Veranstaltung kommt dem Kiwanis-Hilfsfonds Nordeifel und dem Fördervereins für tumor- und leukämiekranke Kinder Blankenheimerdorf zugute und gehört zu den größten Benefizveranstaltungen in der Region. Von dem Geld werden vor allem die Kinderklinik in Köln und die Kinderuniklinik in Bonn unterstützt.

Oldienight
Die Coverband „June’79“ aus Köln hat sich der Musik der 1960er und -70er Jahre verschrieben.
Foto: Stephan Everling

Rund 70 freiwillige Helfer packten mit an, um die Oldienight möglich zu machen. Das berichtete der Kassierer des Vereins, Hajo Heinen. Wie immer führte als Moderator Wilfried Quadt die rund 450 Besucher durch den Abend.
Als Neuerung hatten sich die Organisatoren einen kräftigen Griff in die Historienkiste geleistet und die Tradition der „Gogo-Girls“ wieder aufleben lassen.

Am Samstagabend kamen die „60’s Girls“ aus der Tanzschule Schumacher in Euskirchen in speziell gefertigten Minikleidern und Lacklederstiefeln mit Blockabsatz auf die Bühne, um zur unsterblichen Erkennungsmelodie des „Beatclub“ die Haare fliegen zu lassen. Das gefiel Schorsch Steffens, Sänger der „The Forty Licks“, so gut, dass er sie darum bat, bei dem ersten Stück der Band mitzutanzen.

Erotisches Potenzial

„It’s only Rock’n’Roll, but I like it“ sang die Band aus Düren, die sich der originalgetreuen Wiedergabe der Musik der Rolling Stones verschrieben hatte. Steffens und die in knappem Leder-Outfit auftretende Background-Sängerin Anke Brose griffen dabei das erotische Potenzial der Vorbilder hemmungslos auf, während die Band, getrieben von dem am Keyboard von Hawe Hueskens gespielten Bass, den perfekten musikalischen Rahmen lieferte.

Eröffnet hatte den mitreißenden Konzertabend „June 79“, eine Coverband aus Köln, die sich vor allem der Musik von Beatles, Bee Gees oder auch Queen widmet. Ein Wiedersehen gab es, als sich mit „Hello–Old Spirit“ eine Band wiedervereinigte, die früher landauf, landab die Kirmeszelte der Region auf den Kopf gestellt hatte. Sie spielten Hits der 1980er und 90er Jahre.

Die Zeit der Neuen Deutschen Welle kam mit „Prima Klima“ auf die Bühne. Aber auch Kölschrock, Rosenstolz und Sportfreunde Stiller waren beim Auftritt der Band zu hören. Die Oldiefans in Dollendorf feierten schließlich bis tief in die Nacht.

AUTOR
Stephan Everling
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