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Breniger Höhenlauf: Sportler trotzen Wind und Wetter

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Foto: Hustedt
Rund 400 Sportler sind beim diesjährigen Breniger Höhenlauf an den Start gegangen. Die Jüngsten waren dabei gerade einmal drei Jahre alt, die Senioren im Feld haben das Geburtsjahr 1942 im Personalausweis stehen.  Von
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Bornheim-Brenig

„Früher habe ich alle, die joggen, für verrückt gehalten“, sagt Angela Austermann lachend, während sie sich zu Samba-Rhythmen aufwärmt. In wenigen Minuten startet sie wie mehrere hundert andere Hobbyläufer zum Breniger Höhenlauf. „Eines Tages bin ich morgens aufgewacht und sagte zu meinem Mann: »Ich glaube, ich muss laufen«.“ Das war vor etwa zwei Jahren. Heute joggt Angela Austermann aus Swisttal mehrmals in der Woche und startet bereits zum zweiten Mal beim Breniger Volkslauf.

Einfach aus Spaß an der Bewegung, sagt sie.

400 weitere Sportler teilten am Sonntag das Bedürfnis, sich laufend fortzubewegen, und starteten in verschiedenen Kategorien auf dem Dorfplatz, um Strecken von 400 Metern (Bambini) bis zehn Kilometer zu absolvieren.

Die Jüngsten waren dabei gerade einmal drei Jahre alt, die Senioren im Feld haben das Geburtsjahr 1942 im Personalausweis stehen. Der Erlös aus Start- und Sponsorengeldern kommt wie immer der Ortsgemeinschaft zugute. Im vergangenen Jahr kamen immerhin 3500 Euro zusammen. Das Organisations-Team hofft auch 2013 auf einen ähnlich guten Erlös, auch wenn aufgrund des Wetters der Rekord von 500 Teilnehmern aus dem Jahr 2012 nicht erreicht wurde.

Allerdings freut sich das Team über 200 Voranmeldungen, so viele wie noch nie in der achtjährigen Laufgeschichte. „80 Prozent unserer Starter sind Wiederholungstäter“, erklärte Dieter Backhausen vom Orga-Team, während er an die Sportler Startnummern verteilte. Neben den reinen Hobbyläufern, die nur aus Spaß an der Freude an den Start gingen, nutzten viele Auswärtige den Volkslauf als Vorbereitung für den Bonn-Marathon, weiß Backhausen. „Deshalb legen wir unseren Höhenlauf extra in den März.“ Dieser frühe Termin birgt allerdings auch Risiken, wie die Rennleitung vor einigen Tagen erleben musste. Vor zwei Tagen habe man noch überlegt, dass Rennen wegen des späten Schneefalls abzusagen, erklärte Backhausen.

Glücklicherweise hatte der Frühling dann doch ein Einsehen mit den kleinen und großen Startern, obwohl kühle Temperaturen und ein lebhafter Wind Zuschauer und Läufer schlottern ließen. Während die Besucher sich mit heißen Getränken und Würstchen wärmten, blieb den Sportlern nur die Bewegung.

Knapp 400 Läufer gingen am Sonntag an den Start. Bei den Damen war Grit Burkhardt über zehn Kilometer die Schnellste, im vergangenen Jahr war sie die Drittplatzierte. Das Rennen der Herren konnte René Spanier für sich entscheiden. Der schnellste Walker über fünf Kilometer war Herbert Vergoßen, der mit seinen 70 Jahren auch weit jüngere Walker abhängen konnte.

„Wir haben noch nicht entschieden, wie der Erlös eingesetzt werden soll“, sagte Bruno Schrage vom Organisationsteam, sicher sei nur, dass die etwa 2000 Euro dem Ort zugute kämen. Denkbar wäre zum Beispiel die Anschaffung eines Pavillons für Ortsfeste.

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