Bornheim
Nachrichten und Bilder aus Bornheim

Vorlesen
0 Kommentare

Gutachten: Die Händler wehren sich

Erstellt
Kreuzung Siegesstraße: Hier soll ein Kreisverkehr gebaut werden.  Foto: Michael Schulz
Zur geplanten Erweiterung des Toom-Marktes hat der Gewerbevereins Borhnheim ein eigenes Gutachten in Auftrag gegeben. Demnach ist ein Einkaufszentrum in der geplanten Größe für die Stadt nicht tragbar. Die Stadt will das Gutachten nun prüfen.  Von
Drucken per Mail
Bornheim

Der Gewerbeverein Bornheim hat ein eigenes Verkehrsgutachten erstellen lassen. Darin geht es um die Auswirkungen einer geplanten Erweiterung des Toom-Marktes in Roisdorf auf den Verkehr in Bornheim. Das Gutachten, das von der Stadt beim Planungsbüro IVV aus Aachen in Auftrag gegeben wurde, sei, so der Gewerbevereinsvorsitzende Norbert Nettekoven, „hingerechnet“. Das zweite Gutachten, das nun von der Aachener DTV Verkehrsconsult erstellt wurde, ermittelt ein wesentlich höheres Verkehrsaufkommen durch das Einkaufszentrum, das entstehen soll.

„Wir hoffen, über dieses Gutachten in einen Dialog mit der Politik zu kommen“, sagt Nettekoven. Für ihn und den Gewerbeverein sei klar, dass ein Einkaufszentrum in der geplanten Größe für die Stadt nicht tragbar sei. „Das ist durch unser Gutachten nachgewiesen.“ Es gebe nicht genug Platz für alle benötigten Parkplätze und die Kreuzungen und Kreisverkehre könnten die Automassen nicht bewältigen. Das gilt selbst dann, wenn wie geplant die Kreuzung Bonner Straße, Siegesstraße und Herseler Straße als Kreisverkehr mit Bypass ausgebaut und ein neuer Kreisel an der Zufahrt zur Tiefgarage des Einkaufszentrums gebaut wird. Zu diesem Schluss kommen jedenfalls die Fachleute von DTV. Sie ermitteln mehr als 9700 Fahrten, die auf das Einkaufszentrum zurückzuführen sind. Das sind mehr als eineinhalb mal so viele wie von IVV berechnet.

Der Gewerbeverein bleibt bei seiner Forderung, dem Investor des Einkaufszentrums keine Vergrößerung zu genehmigen. Es soll bei den ohnehin aktuell genehmigten etwa 10 000 Quadratmetern bleiben. Außerdem dürfe zum Schutz der ortsansässigen Betriebe der Lebensmittelbereich nicht vergrößert werden. „Wir werden das Gutachten prüfen, wenn wir es bekommen“, so Bürgermeister Wolfgang Henseler. Allerdings sei ein Vergleich beider Gutachten schwierig. „Das Gutachten der IVV haben wir schließlich als Stadt selbst in Auftrag gegeben und definiert.“ Er sieht es zudem als großes Defizit des neuen Gutachtens an, dass Pläne wie der Einbahnstraßenverkehr in der Königstraße und eine Umgehungsstraße L192n nicht berücksichtigt wurden.
Ein Kreisverkehr ist laut Henseler trotz der Enge an der Kreuzung Siegesstraße machbar. „Ich habe von meinen Mitarbeitern gehört, ein Kreisel mit Bypass würde passen.“ Allerdings gebe es noch Details zu klären. Eine Vorlage für den Rat werde erst gemacht, wenn alle Prüfaufträge in dem Zusammenhang abgearbeitet wurden.

Auch interessant
Was halten Sie vom Solarpark?

Was halten Sie von dem Solarpark auf dem Gebiet der ehemaligen Mülldeponie zwischen Hersel und Roisdorf?

FACEBOOK
Kleinanzeigen