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Big-Band: Mit einem Bier zum musikalischen Erfolg

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Bei den jungen Musikern des Curuba-Jazzorchesters der Brühler Musikschule herrscht immer gute Stimmung.  Foto: Privat
Mehrmals haben sie schon bei Bundes- und Landeswettbewerben von Jugend jazzt abgeräumt. Seither stehen für die Nachwuchs-Big-Band "Curumba-Jazzorchester Brühl" fast monatlich Konzerte an und die Fangemeinde wächst.  Von
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So eine Flasche Bier ist als Glücksbringerin eher ungeeignet. Schließlich wird das Getränk irgendwann schal. Zum Glück produziert die Brauerei Veltins genügend Bier der Marke Curuba. Denn so blieb dem „Curuba-Jazzorchester Brühl“, dessen Glücksbringer das Mischbier ist, der Erfolg treu.

Sonderpreise

Hervorgegangen ist die Big- Band vor gut drei Jahren aus der Nachwuchs-Big-Band der Musikschule. Seitdem hat sie schon zweimal den Landeswettbewerb Jugend jazzt gewonnen, zweimal kamen sie beim Bundeswettbewerb unter die besten sechs und gewannen Sonderpreise. In diesem Sommer etwa werden sie als eigener Programmpunkt bei der Koblenzer Jazz-Nacht auftreten. Bei einer der ersten Preisverleihungen jedenfalls war die Band noch namenlos. Und weil die jungen Musiker dem Moderator schnell einen Namen nennen mussten, fiel die Wahl auf den Namen des Getränks, das die Jugendlichen gerade in den Händen hielten: Curuba. Seither stehen fast monatlich Konzerte an, die Fangemeinde wächst. Als ein Teil der Band auf dem Brühler Weihnachtsmarkt spielte, „waren unglaublich viele Leute da“, erzählt Schlagzeuger Leon Houf (21). „Bei unseren Freunden und Bekannten ist es so: Das erste Mal kommen sie aus Solidarität, dann finden sie es cool und kommen immer wieder.“

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Und es ist cool. Wenn die 19 jungen Leute „The Chicken“ spielen, immer wieder aufstehen, mitswingen und Elmar Frey begeistert dirigiert, dann ist das so mitreißend, dass die eigenen Füße gar nicht stillhalten können. Bei dieser ersten Probe nach den Weihnachtsferien will Frey mit den Musikern neue Stücke für die kommenden Konzerte auswählen. „Lasst uns mal einen Blick reinwerfen“, sagt Frey und meint: Wir spielen das jetzt. Denn auch bei völlig neuen Stücken harmonieren die Musiker wunderbar, das Ohr des Laien erkennt teilweise nicht mal, dass es sich nur um eine Probe handelt.

Fritzi Sasse, Leon Houf und Simon Schmitz (v.l.) spielen von Anfang an beim  Jazzorchester mit. Bild: Sommersberg
Fritzi Sasse, Leon Houf und Simon Schmitz (v.l.) spielen von Anfang an beim Jazzorchester mit.
Foto: Angela Sommersberg

„Zu Hause gucke ich mir die Noten so weit an, dass ich mich bei den gemeinsamen Proben komplett auf das Zusammenspiel konzentrieren kann“, erklärt Fritzi Sasse. Für die 16-jährige Querflötenspielerin seien das ein bis zwei Stunden pro Woche, gemeinsam geprobt wird ungefähr jede zweite Woche. „Wir sind in so vielen unterschiedlichen Orchestern und Bands unterwegs, dass die eine Arbeit musikalisch von der anderen profitiert“, ergänzt Leon Houf. Houf, Sasse und der 23-jährige Simon Schmitz, Trompete, spielen seit über zehn Jahren ihr Instrument, sind seit Beginn im Curuba- Jazzorchester und im sinfonischen Blasorchester. Houf ist zudem Teil der Kombo „Foo Birds“, einer Abspaltung des Curuba-Jazzorchesters. Auch zu Hause hören die drei Jazzmusik – und finden das nicht verwunderlich in ihrem Alter. „Wenn man aktiv eine Musikrichtung spielt, wird man mit der Zeit auch zu einem aktiven Hörer“, erklärt Houf. Er und Schmitz besuchen auch ab und an Jazzkonzerte. „Aber wir gehen natürlich auch in »normale« Kneipen und Kölner Clubs.“ Und zwar am liebsten gemeinsam. „Die Gemeinschaft hier ist einfach klasse“, sagt Fritzi Sasse. „Wenn wir zusammen sind, haben wir eigentlich immer Spaß.“

Besonders lustig

In den drei gemeinsamen Jahren bei „Curuba“ hat kein Mitglied die Gruppe wegen Studium, Beruf oder Stress verlassen. Auch Houf und Schmitz studieren in Bonn beziehungsweise Köln und wohnen noch in Brühl. „Besonders lustig ist es immer, wenn wir zusammen zu Konzerten fahren“, erzählt Houf. „Je länger die Fahrt ist, umso besser.“ Mit seiner guten Stimmung hat das Jazzorchester auch seinen selbst ernannten größten Fan gefunden. Die Busfahrerin, die die 19 jungen Leute nach Dresden zum Bundeswettbewerb chauffiert hat, war so begeistert von dem Ensemble, dass sie die Musiker gleich für ihre Weihnachtsfeier buchte. Traditionell steht nach jeder Probe ein gemeinsamer Kneipengang an – am liebsten natürlich mit Curuba-Bier.

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