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Braunkohledenkmal: "Mensch statt Maschine"

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Attac fordert die anderen Fraktionen auf, es der FDP gleichzutun und die Einweihung zu boykottieren.  Foto: Ringendahl
Attac hat eine Kampagne gegen das Braunkohledenkmal des Brühler Heimatbundes gestartet. Unter dem Slogan „Stoppt das Brühler Braunkohleschandmal“ fordern die Globalisierungsgegner, die Aufstellung am Kreisel Ecke Comesstraße zu stoppen.  Von
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Die Brühler Ortsgruppe von Attac hat eine Kampagne gegen das Braunkohledenkmal des Brühler Heimatbundes gestartet. Unter dem Slogan „Stoppt das Brühler Braunkohleschandmal“ fordern die Globalisierungsgegner den Brühler Heimatbund, Stadtverwaltung und RWE auf, die Aufstellung am Kreisel Ecke Comesstraße zu stoppen und eine Alternative zu suchen. Die Initiatoren hätten das Monument im Alleingang geplant, statt aus der jüngsten Brühler Vergangenheit zu lernen und ein gemeinschaftliches Denkmal im Konsens mit den Bürger zu errichten. Zudem steht die Braunkohle nach Ansicht von Attac auch für gesundheitliche Beeinträchtigung und schlechten Arbeitsschutz. Diese negativen Aspekte würden nicht berücksichtigt.
Attac fordert die anderen Fraktionen auf, es der FDP gleichzutun und die Einweihung zu boykottieren. Die Liberalen hatten kritisiert, dass es über diese die Allgemeinheit betreffende Angelegenheit keine Diskussion gegeben habe. Standort, Größe und Ästhetik des vier Meter hohen Monuments hätten in einer offenen Diskussion erörtert werden sollen, so FDP-Vorsitzender Jochem Pitz.

In der Stadtverwaltung stieß die Kritik auf Unverständnis: „Grundsätzlich ist privates Engagement immer zu begrüßen“, sagte Stadtsprecher Gerd Schiffer. Auch andere Fraktionen wollten sich dem Boykott nicht anschließen. Das Denkmal sei eine Privataktion des Heimatbundes auf privatem Gelände, meinte CDU-Fraktionschef Hans Theo Klug. Auch wenn man über die Ästhetik streiten könne, sei das Denkmal damit kein Thema für den Rat. Grundsätzlich sei ein solches Denkmal in Brühl als „Wiege des rheinischen Reviers“ angemessen. Ähnlich äußerten sich SPD und Grüne. Eine Erinnerung an einen bestimmenden Teil Brühler Geschichte sei nicht verwerflich, sagte SPD-Fraktionschef Dr. Matthias Petran. Eine Privatiniative eines privaten Unternehmens müsse nicht durch die Gremien gehen.

Die Ästhetik stieß dagegen auf geteiltes Echo: „Ich hätte schön gefunden, wenn das Denkmal für den Bergbau mehr den Menschen als die Maschine in den Mittelpunkt gerückt hätte“, meinte der Fraktionschef der Grünen, Michael vom Hagen. Die Skulptur stellt die Spitze des Kettenarms eines Eimerkettenbaggers dar. Die Schaufeln sind Originale, die wie das Grundstück von RWE Power zur Verfügung gestellt wurden.

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