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Gericht: Erbe der Tochter veruntreut

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Maren Sch. muss 1200 Euro zahlen, wobei Richter Hartmann bereits jetzt eine Ratenzahlung in Höhe von 50 Euro monatlich bewilligte.  Foto: dpa
In Abwesenheit der Angeklagten hat das Brühler Amtsgericht eine 44-jährige Frau aus Wesseling wegen Untreue verurteilt. Sie soll das Vermögen ihrer minderjährigen Tochter für eigene Zwecke verwendet haben.  Von
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Brühl / Wesseling

Die 44-jährige Wesselingerin Maren Sch. wurde am Montag in ihrer Abwesenheit vom Brühler Amtsgericht zu einer Geldstrafe von insgesamt 1200 Euro verurteilte . Laut Anklageschrift wirft ihr die Staatsanwaltschaft Untreue vor. In der Zeit zwischen September 2009 und November 2010 soll sie das Vermögen ihrer minderjährigen Tochter, das diese von ihrer verstorbenen Großmutter geerbt hatte, für eigene Zwecke verwendet haben. Bei dem veruntreuten Geld handelt es sich um eine Summe von 34 500 Euro. Zum Verhandlungstermin gestern beim Brühler Amtsgericht erschien Maren Sch. nicht, eine Entschuldigung lag der Kammer nicht vor. Laut Aktenlage habe sich die Beschuldigte bei der Polizei jedoch geständig gezeigt, sagte Richter Werner Hartmann. Insofern wurde der Fall trotz Abwesenheit der Beschuldigten verhandelt.

Die 44-Jährige aus Wesseling ist alleinerziehend und lebt von Hartz IV. Bei der Polizei habe sie angegeben, nach dem Tod ihres Mannes nicht mehr in der Lage gewesen zu sein, einen Kredit abzuzahlen. Das von ihrer Tochter geerbte Geld habe sie ausschließlich für den Alltagsbedarf ausgegeben, sie habe nicht im Luxus gelebt, heißt es in der Anklage. Die vorliegenden Rechnungen beliefen sich auf 30, 40 oder auch mal 70 Euro. „Summiert hat sie auf Kosten ihrer Tochter gelebt“, sagte Hartmann. Staatsanwalt und Richter waren sich im Strafmaß rasch einig: Maren Sch. muss 1200 Euro zahlen, wobei Richter Hartmann bereits jetzt eine Ratenzahlung in Höhe von 50 Euro monatlich bewilligte.

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