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Gewandert : Mit Kind und Kegel auf Rätseltour

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Mama Ursula Heidorn dient Tochter Anna-Lena als Schreibunterlage. Foto: Hustedt
Trotz der winterlichen Temperaturen machten sich wieder viele Leser auf, um die Rätselwanderung des "Kölner Stadt-Anzeiger" in Brühl-Schwadorf zu wandern. Dabei sind die Rätselfreunde zu zweit oder mit der ganzen Familie unterwegs.  Von
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Brühl-Schwadorf

Ein steifer Ostwind, Temperaturen kaum über Null Grad und hin und wieder ein Schneeschauer – die Osterspaziergänger in der Region mussten in diesem Jahr schon hart im Nehmen sein. Vor allem im Brühler Ortsteil Schwadorf sind in diesen Tagen zahlreiche Fußgänger zu beobachten. Zu zweit, als Familie oder in der Gruppe sind sie unterwegs, mit suchendem Blick und einer Zeitung in der Hand.

Es sind die Teilnehmer der ersten Rätselwanderung des „Kölner Stadt-Anzeiger“ in diesem Jahr, die quer durch Schwadorf und vorbei an alten Denkmälern und neuer Architektur die Buchstaben eines Lösungswortes sammeln müssen. An zehn Stationen geht es um Warnhinweise auf Schildern, Vereins- und Lokalnamen, Eheleute, Heilige, Burgen, Grenzsteine und den Bahnhof. Zahlreiche Einheimische und Besucher kombinierten trotz des wenig frühlingshaften Wetters den Osterspaziergang am Sonntag oder Montag mit der rund drei Kilometer langen Rätseltour, immer den Hinweisen aus dem Zeitungsartikel folgend.

#gallery

Los ging es auf dem Parkplatz der Bahn an der Walberberger Straße in Richtung Friedhof, wo der erste der zehn Buchstaben notiert werden konnte. Anschließend wanderten die Leser durch Felder, vorbei an Gewächshäusern und einem Vereinsheim in Richtung Schallenburg. Dort sollte der erste Buchstabe eines Verbotsschildes dem Lösungswort hinzugefügt werden. Kein Problem für die Ehepaare Olligschläger und Offermann. Zügig zückte Helga Olligschläger den Kugelschreiber und notierte ein „P“ auf der Zeitungsseite, während Käthe Offermann den begleitenden Text zur Station vorlas.

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Dass sie diese Rätselwanderung absolvieren, sei für die Schwadorfer Ehrensache. „Wenn es schon einmal hier langgeht, müssen wir ja mitmachen“, betonten die vier Wanderer am Sonntagnachmittag mit einem Lächeln. Ihnen entgegen kamen Anja und Thomas Bauer mit Maya und Valentin. Auf die Frage, warum sie in die „falsche“ Richtung gingen, erwiderten die Eheleute: „Wir wohnen direkt in der Nachbarschaft der Burg und gehen nur die südliche Strecke, in entgegengesetzter Richtung.“ Der gesamte Weg wäre für die beiden Kinder zu lang und bei diesem Wetter zu kalt. Trotzdem wurde natürlich der Buchstabe notiert, und Maya machte mit ihrem neuen Fotoapparat noch ein Erinnerungsbild. Für die Schwadorfer war es ohnehin kein Problem, einige der Rätsel zu lösen, ohne jede Station abgelaufen zu sein.

#article

Auf den heißen Kaffee danach freuten sich am dritten Hinweispunkt schon Ursula und Thomas Wulf. Gemeinsam mit ihren Kindern Nathan und Magdalena nutzten die Walberberger warm eingepackt die Tour durch den Nachbarort zum Frische-Luft-Schnappen, nachdem die österliche Eiersuche bereits wetterbedingt in das heimische Wohnzimmer verlegt worden war. „Dafür gibt es eine Himbeer-Joghurt-Sommertorte“, betonte Ursula Wulf ein wenig trotzig, während einige Schneeflocken auf ihrem Mantel landeten.

Sonne am Montag

Zumindest bei Sonnenschein machten sich am Montagvormittag Helmut und Kyra Sallach aus Hürth auf den Weg nach Schwadorf. „Lerne Deine Heimat kennen“, lautete Kyra Sallachs prägnante Antwort auf die Frage nach der ersten Teilnahme an einer Stadt-Anzeiger-Rätselwanderung. An der ehemaligen Tankstelle an der Bonnstraße ergänzte Helmut Sallach den achten Buchstaben in seiner Reihe. „Noch habe ich keine Idee, was dabei herauskommt“, sagte der Hürther nachdenklich.

Um zwei Familienmitglieder „dezimiert“ kamen Christian Heidorn und seine Tochter Anna-Lena aus Walberberg am achten Rätselpunkt an. „Meine Frau und unser kleinerer Sohn sind an der Kirche abgedreht, es wurde ihm zu lang“, erklärte der Vater. „Wir ziehen die Strecke jetzt aber durch. Nach den Ostertagen genießen wir die frische Luft und die Sonne.“ Auch bei den Heidorns fand die Ostereier-Suche im Haus statt. Das lag allerdings weniger an den kalten Temperaturen als an einem Tier im Garten der Großeltern, das sich frühzeitig über versteckte bunte Eier und Schokoladenhasen hergemacht hatte.

Zum Glück legte der Osterhase für Anna-Lena und ihren kleinen Bruder Niklas eine Sonderschicht ein und brachte noch genug Süßigkeiten. Neben der gemeinsamen Erkundung Schwadorfs hatte die Wanderung für die Heidorns noch einen weiteren positiven Effekt. „Unsere Tochter ist in der ersten Klasse und kann so gleich Buchstaben lernen“, erklärte der Vater.

Die nächste Rätselwanderung führt durch Bedburg und erscheint am Mittwoch, 1. Mai.

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