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Übergangslösung: Kinder werden in Bornheim betreut

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Übergangsweise werden die Brühler Kinder im ehemaligen Dominikanerkloster in Walberberg betreut. Foto: Sabrowsky
Als Übergangslösung für 46 Kinder hat die Stadt Brühl eine Kindertagesstätte in Bornheim-Walberberg eingerichtet. Die Kinder werden im früheren Dominikanerkloster betreut - Dank einer Sondergenehmigung des Landes.  Von
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Brühl/Bornheim

Das neue Kinderförderungsgesetz hat die Länder und Kommunen in den vergangenen Monaten vor große Herausforderungen gestellt. Die Stadt Brühl ist da keine Ausnahme. Das Gesetz, das den schnellen Ausbau qualitativ hochwertiger Betreuungsangebote für Kleinkinder zum Ziel hat, sichert seit dem 1. August 2013 allen Eltern in Deutschland einen gesetzlichen Betreuungsanspruch ihrer Kinder zwischen ein und drei Jahren zu.

Freier Träger

Um dem Anspruch Brühler Eltern gerecht zu werden und pünktlich zu Monatsanfang ausreichend Betreuungsplätze für Kleinkinder unter drei Jahren zur Verfügung stellen zu können, hat sich die Stadt Brühl eine Übergangslösung einfallen lassen: Bis sich im Jahr 2014 die Pforten einer neuen Kindertagesstätte im Brühler Süden öffnen, die derzeit von dem freien Träger "Kinderzentren Kunterbunt" errichtet wird, betreuen die Erzieherinnen die sechsundvierzig Kinder, für die in Brühl kein Platz mehr ist, im ehemaligen Dominikanerkloster in Walberberg auf Bornheimer Stadtgebiet.

"Als uns im März 2013 bereits sechzig schriftliche Anfragen von Eltern aus dem Brühler Süden vorlagen, die keinen Platz in den Kitas ergattern konnten, war uns klar, dass wir aktiv werden mussten", so Bürgermeister Michael Kreuzberg. Daraufhin sei kurz danach der Bau einer neuen Kindertagesstätte in Kooperation mit dem freien Träger "Kinderzentren Kunterbunt" beschlossen worden. Das Dominikanerkloster habe sich als Kindertagesstätte geradezu angeboten, da die Ortschaft Walberberg direkt an Brühl angrenze und die Einrichtung schon in der Vergangenheit als Kindergarten genutzt worden sei.

Ungewöhnliche städtische Zusammenarbeit

"Wenn uns die Stadt Bornheim nicht ermöglicht hätte, eine Brühler Kindertagesstätte auf ihrem Stadtgebiet zu betreiben, wären wir dazu gezwungen gewesen, Container aufzustellen. Diese Lösung wäre aber deutlich teurer gewesen", erläutert der Brühler Bürgermeister die Vorteile dieser ungewöhnlichen städtischen Zusammenarbeit. Das Land Nordrhein-Westfalen hat aus diesem Grund sogar erstmalig eine Ausnahmegenehmigung erlassen, die es einer Kommune ermöglicht, die dort lebenden Kinder außerhalb ihrer eigenen Grenzen zu betreuen.

Markus Schnapka, Beigeordneter der Stadt Bornheim, ist von der Zusammenarbeit überzeugt: "Als Kommunen müssen und wollen wir den Rechtsanspruch der Eltern erfüllen. Dass die Städte Brühl und Bornheim da zusammenarbeiten, ist für mich selbstverständlich. Es ist leichter, solche Herausforderungen wie die des Kinderförderungsgesetzes gemeinsam als Nachbarn zu schultern. Für Egoismus ist da kein Platz".

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