27.08.2016
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Buddhisten stellen ihren Tempel vor

Archivbild: SPROTHEN

Die Zen-Meditation ist ein Verharren in völliger Stille und Bewegungslosiogkeit.

Mechernich-Wachendorf - Zen ist nichts Besonderes. Es hat kein Ziel, keine Lehre. Zen ist der „weglose Weg“, das „torlose Tor“, Zen ist „die Ewigkeit des Augenblicks“. Gerade weil der Zen-Buddhismus kaum zu fassen und nur schwer mit wenigen Worten zu erklären ist, wirkt er nach außen hin oft mystisch.

Wer den Geheimnissen des Zen-Buddhismus auf die Spur kommen will, dem bietet sich an diesem Sonntag bei einem „Tag der offenen Tür“ im zen-buddhistischen Tempel in Schloss Wachendorf Gelegenheit, mit Anhängern der östlichen Weltanschauung ins Gespräch zu kommen. Ab 15 Uhr stehen dort bei Kaffee und Kuchen im Turm des historischen Gemäuers Mitglieder des kontemplativen Zen-Ordens Rede und Antwort.

Vor 20 Jahren wurden der Orden und die abendländische Zen-Schule „Offene Weite“ dort gegründet. Unter der Leitung seines Priors Taiku Güttler entstand der erste von Japan unabhängige zen-buddhistische Orden im Westen. Elf ordinierte Mitglieder zählt er mittlerweile. „Am Sonntag ist auch unser Schirmherr, Harada Roshi aus Japan, zu Gast“, so Dietmar Seichter, der den Beinamen Taikyodo angenommen hat, was so viel wie „schweigende Erleuchtung“ bedeutet. Der weit gereiste Mönch weiht zuvor die Räumlichkeiten des Klosters ein, die nach einem Wasserschaden im Frühjahr allesamt renoviert werden mussten. Bis etwa 18.30 Uhr steht am Sonntag Interessierten die Tür der zen-buddhistischen Gemeinschaft offen. „Aber auch ansonsten ist jeder jederzeit bei uns willkommen“, betont Seichter. (hn)


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