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Vandalismus: Plantage wird zur Rennstrecke

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Ärgert sich über die zerstörten Grünkohlpflanzen: Landwirt Karl-Hermann Hagenbeck.  Foto: Timm Gatter
Wilde Autofahrer haben auf dem Domer Feld junge Grünkohlpflanzen zerstört. Der Paffenlöher Gemüse-Landwirt Karl-Hermann Hagenbeck reagierte betroffen auf den Schaden auf seiner Plantage.  Von
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Tief betroffen reagierte am Freitagmorgen der Paffenlöher Gemüse-Landwirt Karl-Hermann Hagenbeck (54) auf den Schaden auf seiner Grünkohlplantage in Dom. Auf einem Teil seines insgesamt rund anderthalb Hektar großen Geländes – das entspricht etwa zwei Fußballfeldern – hatten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bislang unbekannte Täter mit ihrem Fahrzeug mutwillig die erst vor wenigen Tagen aufwendig gesetzten Grünkohlpflanzen zerstört. Die Kriminellen waren von der Straße aus Paffenlöh kommend auf das nicht eingezäunte Domer Feld und dann in achtförmigen Kreisen über die Plantage gefahren.

„Das ist ein ganz bösartiger und gewiss vorsätzlicher Vandalismus“, klagte der Landwirt vor Ort. Wegen des anhaltend trockenen Wetters sind die Reifenspuren kaum zu identifizieren. Karl-Hermann Hagenbeck („da steckt mein Herzblut drin“) vermutet auf alle Fälle ein Allrad angetriebenes Fahrzeug: „Jeder normale Pkw wäre in dem leichten Boden stecken geblieben.“ Erst vor wenigen Wochen hatte er mit seiner Tochter Jill (19), Sohn Nikklas (17) und dessen Freund Luca mit Hilfe der Pflanzmaschine den jungen Grünkohl einzeln in regelmäßigen Abständen eingepflanzt: „Das ist eine sehr anstrengende Arbeit.“ Der Traktor zieht die Pflanzmaschine mit ihren drei nebeneinanderliegenden Arbeitssitzen hinter sich. Dabei „füttern“ Hagenbecks Helfer sechs konisch drehende Metallscheiben mit dem Pflanzgut.

Die Scheiben sind so konstruiert, dass die Pflanzen exakt über der Scholle „ausgespuckt“ und in die Erde gesteckt werden. Stück für Stück. Zwei Tage Arbeit sieht der Landwirt aufgrund des kriminellen Eingriffs vernichtet. Um das Wachstum von Unkraut zu verhindern, muss er so schnell wie möglich die zerstörten Pflanzenreihen wieder schließen. Mutmaßungen über die möglichen Täter hat niemand im Umfeld der Familie. „Wir haben keine Feinde, und unter Mitbewerbern ist so etwas undenkbar“, so Heike Hagenbeck. Jetzt wird überlegt, das Areal einzuzäunen.

Als Schutz nicht nur vor Vandalen, sondern auch vor freilaufenden Hunden. Die tollen auf dem Feld herum, graben tiefe Löcher und zerstören ebenfalls dabei das Pflanzgut.
Vor rund 20 Jahren hatte der Industriekaufmann und Landwirt Karl-Hermann den gesamten Hof von seinem Vater Hans-Hermann übernommen. Die Spezialität des Hofers sind sogenannte Herbstkulturen mit allen Kohlarten wie etwa Rübstiel, Grünkohl, Butterkohl, Spitzkohl und Wirsing. Besonders das Rübstielgemüse ist in der Region sehr bliebt. Die erste Ernte beginnt in den nächsten Wochen. Rechtzeitig zum „Burscheider Bauernmarkt“ am 8. September werden die Herbstkulturen präsentiert – mit Grünkohl.

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