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Doppelter Abiturjahrgang: Auf den Ansturm vorbereiten

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Es gibt noch viel zu tun an den Hochschulen in NRW. Foto: dpa
Es gibt noch viel zu tun: Nordrhein-Westfalen rüstet sich für den bislang stärksten Studentenansturm. Vom Bafög-Antrag bis zur Studentenbude gibt es viele Baustellen. Ein Überblick.
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Für den doppelten Abiturjahrgang in NRW sollen bis 2020 zusätzlich zehn Milliarden Euro bereitgestellt werden. Das Geld ist vorgesehen für mehr Personal, 1000 zusätzliche Medizinstudienplätze, Modernisierung der Hochschulen, Ausbau der Fachhochschulen, Studentenwohnungen und Studienorientierung. Die Landesregierung hat im Haushaltsentwurf 2013 im Vorgriff auf Bundeszuweisungen bereits 30 Millionen Euro extra für die zusätzlichen Studienanfänger vorgesehen.

Zum kommenden Wintersemester werden insgesamt rund 123 000 Studienanfänger erwartet. Im Wintersemester 2012/13 waren es 105 000. Von einem Abiturjahrgang geht laut Wissenschaftsministerin zunächst nur jeder Dritte sofort an eine Hochschule - im Laufe der Zeit entscheidet sich gut jeder Zweite dazu. Viele andere gehen zunächst ins Ausland oder machen ein Praktikum. Etwa ein Viertel wählt eine Berufsausbildung.

NRW-Rekord

Nach Angaben des Statistischen Landesamts erwarben 2011 fast 60 Prozent der 124 500 Schulabsolventen in NRW eine Studienberechtigung. Nur 30 Prozent schließen aber auch ein Erststudium in NRW ab.

Insgesamt werden an den 37 staatlichen und öffentlich-rechtlichen Universitäten, Fach-, Kunst- und Musikhochschulen des Landes im nächsten Wintersemester rund 644 000 Studierende eingeschrieben sein. Das ist Rekord in der Landesgeschichte.

Studentisches Wohnen fördern

Derzeit gibt es nach Angaben des Wissenschaftsministeriums landesweit 50 000 geförderte Studentenbuden in Wohnheimen oder bei Privatleuten. Die Warmmiete in den Studentenwohnheimen liegt bei 222 Euro monatlich. Mit jährlich 50 Millionen Euro für zinsverbilligte Kredite will die Landesregierung das bisherige Fördervolumen für studentischen Wohnraum ab sofort verdoppeln.

Etwa jeder sechste Studierende in NRW erhält Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) - zehn Jahre zuvor war es erst jeder achte. 2011 erhielten sie im Schnitt 454 Euro pro Monat. Um die große Antragsflut zu bewältigen und lange Wartezeiten zu vermeiden, hat die Landesregierung 3,7 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln für die Studentenwerke vorgesehen. (dpa)

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