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Kölner Universität: Viel Service für Studenten

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Blick in den Innenhof des neuen Studierenden Service Centers  Foto: Michael Bause
Die Kölner Universität baut für 39 Millionen Euro das Studierenden Service Center. Dort sollen Studierendensekretariat, Studienberatung und Akademisches Auslandsamt einziehen. Das Prestigeprojekt soll im August fertig werden.  Von
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Köln

Imposant und luftig: Die Worte, die Architekt Felix Thörner vom Architektenbüro Schuster zum großen Foyer und zur Haupttreppe des neuen Studierenden Service Centers (SSC) der Universität Köln einfallen, sind mehr als treffend: Über 30 Meter hoch führen die Stufen, bis sie im vierten Obergeschoss ihr Ende finden. Die Etage wird zwar von einem Glasdach abgeschlossen, den Ausblick kann man aber derzeit noch nicht genießen. Denn fertig wird das Prestigeprojekt der Hochschule erst im August dieses Jahres.

39 Millionen Euro Kosten

Damit dieser Termin eingehalten werden kann, läuft der Innenausbau des 39 Millionen Euro teuren Neubaus auf Hochtouren. Im Gebäude wird künftig unter anderem das Studierendensekretariat, die Studienberatung und das Akademische Auslandsamt Platz finden: Kabel und Rohre werden verlegt, Schrauben festgezurrt, Maler streichen die Wände. Im dritten und vierten Obergeschoss sind die Bauarbeiten am weitesten fortgeschritten. Dort entstehen eine Bibliothek sowie Räume für Dozenten und Verwaltung für die Wiso-Fakultät.

Studierenden Service Center
Die schachtelartige Auskragungen erinnern ein wenig an Felsenklöster in Griechenland oder die Kranhäuser im Rheinauhafen.
Foto: Michael Bause

Die Architekten haben sich eine schöne Besonderheit einfallen lassen: In Richtung Grüngürtel und Hauptgebäude verfügt das Gebäude über schachtelartige Auskragungen, die ein wenig an Felsenklöster in Griechenland oder die Kranhäuser im Rheinauhafen erinnern. „Die Auskragungen sehen nicht nur interessant aus, sie bringen einen auch wichtigen Flächengewinn“, betont Thörner. Die gesamte Nutzfläche der sechs Stockwerke konnte mit dieser Bauweise um 20 Prozent auf insgesamt 12 500 Quadratmeter erweitert werden.

Verkehr ist kaum zu hören

Das Gebäude wurde auf der Seite zur Universitätsstraße hin mit sogenannten Prallscheiben versehen. Diese wurden vor die eigentlichen Fenster montiert und sind oben und unten offen. Auf diese Weise werde ein idealer Luftaustausch gewährleistet, so Thörner. Diese Vorrichtung schluckt außerdem den Verkehrslärm von der Universitätsstraße fast vollständig. Nur ein leichtes Rauschen ist noch zu hören.

Studierenden Service Center
Horst Küpper (l.) und Felix Thörner
Foto: Michael Bause

Ein neues Personenaufrufsystem soll dafür sorgen, dass auch bei einem hohem Andrang im SSC keine Staus entstehen. „Die Studenten müssen nicht mehr wie bisher üblich eine Nummer ziehen und dann Platz nehmen, bis sie aufgerufen werden“, erläutert Thörner. Stattdessen sollen sie künftig über zahlreiche Monitore im Gebäude und per SMS informiert werden, wenn sie an der Reihe sind.

Keine langen Schlangen mehr

„Früher hat sich an den Einschreibetagen eine lange Schlange auf dem Albertus-Magnus-Platz gebildet. Das soll in Zukunft verhindert werden“, sagt der Projektleiter der Universität, Horst Küpper. Zur Entzerrung beitragen könne auch, dass die Studierenden ihre Termine im SSC bereits vorab im Internet buchen können.

Ihre Gebühren entrichten Studierende bald unkompliziert an einem Kassenautomaten. Weil es in den vergangenen Jahren an der Hochschule immer wieder überfüllte Seminarräume gab, ist ein Teil des SSC als Fläche für den Unterricht vorgesehen. Das Gartengeschoss trägt seinen Namen wegen zweier Innenhöfe, die nach Abschluss der Bauarbeiten noch begrünt werden sollen. Es liegt eine Etage unterhalb des Hauptfoyers und kann vom Albertus-Magnus-Platz über eine Treppe erreicht werden. Dort entstehen mehrere Kursräume, die zwischen 25 und 50 Sitzplätze bieten.

Anlaufstelle
Kosten
Multifunktional

Das Studierenden Service Center (SSC) am Albertus-Magnus-Platz soll ab dem kommenden Wintersemester die zentrale Anlaufstelle für Studenten in Verwaltungsangelegenheiten sein.

Baubeginn des SSC war im Juni 2010. Die Gesamtkosten belaufen sich auf mehr als 39 Millionen Euro.

Neben den Servicestellen wird das sechsstöckige Gebäude künftig unter anderem von der Wiso-Fakultät, der Juristischen Fakultät, dem Professional Center sowie von Campus Radio genutzt. Es entstehen insgesamt 350 Arbeitsplätze.

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