Acht von zehn Studenten in Hessen haben monatlich weniger als 1000 Euro zu Verfügung - mehr als jeder Dritte muss sogar mit weniger als 500 Euro auskommen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die die Sparda-Bank veröffentlicht hat. Das schmale Portemonnaie scheint die meisten Studenten aber nicht zu stören: Rund drei Viertel beschreiben ihre finanzielle Situation als "gut" oder "sehr gut".
Rebecca Weisbaum, 20, Linguistik, Phonetik und Slawistik
Ich finde beides gut. Das Bafög ist eine wirklich gute Förderung für alle Studenten, die mit wenig Geld auskommen müssen, weil ihre Eltern nicht mehr finanzielle Unterstützung leisten können. Mit Stipendien wie dem Deutschland-Stipendium werden dagegen junge Talente gefördert, die herausragende Leistungen bringen. Man sollte aber das Geld gerechter verteilen und die Noten bei der Vergabe nicht in den Mittelpunkt stellen.
Foto: Dirk RisseDas Geld kommt in vielen Fällen von den Eltern. Rund drei Viertel der Befragten gaben an, mindestens einen Zuschuss zu bekommen. Zu Hause wohnen können oder wollen aber die wenigsten: Lediglich zwölf Prozent leben noch im Hotel Mama, der überwiegende Teil in Wohngemeinschaften oder zusammen mit ihrem Partner (63 Prozent).
Sparen ist kaum möglich
Sparen scheint für die angehenden Akademiker kaum möglich: Sechs von zehn Studenten können nach eigener Einschätzung gar nichts oder nur wenig zurücklegen. Dementsprechend gering ist ihr Interesse für Wirtschafts- oder Finanzthemen. Knapp die Hälfte der befragten Studenten machen sich darüber wenig oder gar keine Gedanken. 40 Prozent haben nach eigenen Angaben keine Absicherung fürs Alter oder für Notfälle. (dpa)



