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Caros Campus: Ausgefahrene Ellbogen am Salatbuffet

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Foto: Grönert
Studienanfängerin Caroline Asal-Radler lernt die Mensen der Uni Köln kennen. Für gutes Essen muss sie manchmal einen weiten Weg auf sich nehmen. Von Entspannung im E-Raum und Konflikten am Salatbuffet.  Von
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Es ist Dienstag, 13.30 Uhr. Von links bekomme ich einen Hieb in die Seite, von hinten werde ich gegen die Wand gedrängt. Zeit, mich zu wehren: Ich fahre die Ellenbogen aus und mache es wie alle Anderen. Nur, wer energisch ist, kommt zum Ziel. Das Ziel ist in dem Fall das Salatbuffet in der Mensa der Humanwissenschaftlichen Fakultät. Mit einer Verrenkung angle ich mir von dem schon ziemlich zerrupft aussehenden Buffet ein paar Salatblätter und Dosenpilze und kämpfe mich zur Kasse. „Einen Euro.“ Na wenigstens billig ist es. Verschwitzt stolpere ich aus der Mensa. Erleichterung.

„E“ steht für Entspannung

Der E-Raum im Hauptgebäude ist im Vergleich hierzu die reinste Oase. „E“ steht für Entspannung und mit ein wenig Glück ergattert man einen der Korbstühle an der Fensterfront mit Blick in  den Park. Ich fläze mich in einen Korbstuhl, schlürfe meinen Cappuccino und beobachte das Treiben um mich herum. Das Pärchen am Nachbartisch hat gerade eine Beziehungskrise. Am gleichen Tisch breiten einige Studenten ihre Arbeitsunterlagen aus und meine Sitznachbarin, unter deren Augen dunkle Schatten liegen und aus deren Gesicht deutlich der Schlafmangel spricht, wirft beim Aufstehen gleich zwei Stühle um, verheddert sich und geht zu Boden. Ihre Freundin grinst. „Na, Koordinationsschwierigkeiten?“

Wem schlaffer Salat und Cappuccino nicht reichen, der muss sich auf den Weg in die Robert-Koch-Mensa, oder kurz: die „Ro-Ko“ machen. In der Medizinermensa gibt’s die größte Auswahl und das beste Essen. Und auch als Erziehungswissenschaftler darf man diese Vorzüge nutzen. „Aus hygienischen Gründen bitten wir Sie, Ihre Kittel vor dem Betreten der Mensa abzulegen.“  Ich bin ziemlich dankbar für diese Aufforderung, eine Freundin hatte mir am Tag zuvor bildlich ihren Sezierkurs geschildert.

Der Weg lohnt sich

Ich bin die bescheidenen Verhältnisse in der Humanwissenschaftlichen Fakultät gewohnt und stelle mich irgendwo hinten an, bis mir jemand erklärt, dass es hier verschiedene Schlangen gäbe: Hier gibt es nämlich fünf verschiedene Gerichte, Vegetarisches, Veganes und ein üppiges Salatbuffet. Das Essen schmeckt und man kann es sogar bezahlen. Da lohnt es sich, den halsbrecherischen Weg zwischen klingelnden Fahrrädern und hupenden Autos von der Humanwissenschaftlichen auf sich zu nehmen. Auch wenn man es dann vielleicht nicht ganz pünktlich zur nächsten Vorlesung schafft.

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