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Caros Campus: Hessischer Dialekt und Äbbelwoi

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Bald fährt Caroline nach Hause. Und freut sich auf den hessischen Dialekt und Apfelwein. Foto: Grönert
Die meisten von Carolines Kommilitonen machen gerne Urlaub bei Mama. Unsere Erstsemesterin findet das schwierig und will Köln lieber kennen lernen. Jetzt geht's aber doch bald nach Hause - die Vorfreude ist riesig.  Von
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Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glatt meinen, meine Kommilitonen aus dem Seminar am Freitagmorgen seien eine Reisegruppe. Überall stehen bepackte Rucksäcke, große Taschen voller schmutziger Wäsche und vereinzelt Koffer. Warum? Urlaub bei Mama.

Viele meiner Kommilitonen fahren jedes Wochenende nach Hause. Ist ja so viel vertrauter und bequemer dort. Und womöglich wohnt der Freund auch noch da. Da ist es ja kein Wunder, dass man für ein paar Tage aus dem Unialltag und dem selbstverantwortlichen Leben flieht und sich in die schützenden Arme der Heimat begibt.

Richtig laut singen

Eine Freundin erzählte mir: „Zu Hause kann ich so laut singen, wie ich möchte. Meinen Mitbewohnern will ich nicht permanent auf die Nerven gehen.“ Eine andere Freundin nimmt jedes Wochenende 7 Stunden Zugfahrt auf sich, um ihren Freund zu sehen. Einige haben Jobs zu Hause und bei anderen ist die Sehnsucht nach der Familie einfach zu groß.

Aber er ist nicht nur einfach, der Urlaub bei Mama: Schwierig ist es, sich von der absoluten Selbstständigkeit in Köln, wieder zu Hause einzureihen. Von der Freiheit und der „Haltlosigkeit“ wieder ins Vertraute, wo man sich aber doch einigen Regeln unterwerfen muss. Und dann wieder die abrupte Rückkehr nach Köln. Ist gar nicht so leicht, dieser Wechsel zwischen den zwei Welten.

Schöne, alte Heimat

Ich selbst zähle mich zu der Sorte Studenten, die recht selten nach Hause fahren. Erst einmal hier ankommen, mich auf Köln einlassen und die Stadt und Leute kennenlernen.

Trotzdem merke ich: Je länger ich von meiner Heimatstadt weg bin, desto schöner finde ich sie. Früher hat der hessische Akzent bei mir ein genervtes Augenrollen hervorgerufen, mittlerweile zaubern die heimischen Klänge ein verzücktes Lächeln auf meine Lippen. 

Jetzt steht bald Nachhausefahren an. Und ich freu mich so richtig. Auf meine Familie, meine Freunde und auch auf Frankfurt: Auf Äbbelwoi, Woscht und auf „ei Gude, wie“.

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