Campus
Nachrichten und Berichte aus der Hochschule

Vorlesen
0 Kommentare

Internationale Filmschule Köln: Klicks für den Klimawandel

Erstellt
Der Tod im Kornfeld: Die Studierenden drehen Szenen mit schwarzem Humor für ihre Trailer zum Thema „Klimawandel“. Foto: ifs
Die meisten Werbespots über Klimawandel und Nachhaltigkeit sind langweilig, öde und uncool. Nicht so die „Mean but green"-Kamagne der Internationalen Filmschule Köln. Die acht Clips haben die Qualität von Kinotrailern.  Von
Drucken per Mail

Vier maskierte Banditen stürmen mit vollen Geldsäcken aus einer Bank. Noch bevor die Polizei das Gebäude umstellen kann, springen sie in ihr Elektroauto und rollen unbemerkt und geräuschlos davon. Am Ende wird der Schriftzug „Mean but green“ eingeblendet – Gemein, aber grün. Der witzige Clip ist Teil einer Kampagne, mit der die Internationale Filmschule Köln (ifs) bei jungen Internetnutzern für mehr Engagement bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit wirbt. In einer aufwendigen Produktion entstanden acht Kurzfilme.

„Wir haben uns gefragt, wie wir das Thema so sexy bekommen, dass junge Menschen ihr Verhalten tatsächlich ändern“, erläutert ifs-Leiterin Simone Stewens. „Die Clips funktionieren über das Spiel mit populären Filmgenres, verblüffenden Wendungen sowie einer Portion schwarzen Humors“, sagt die Expertin für Digitale Kommunikation, Dozentin Andrea Geschwendtner. „Wir wollten weg vom negativen Unterton, der bei anderen Umweltkampagnen mitschwingt“, sagt Student Lino Rettinger. „Die Angesprochenen werden hier meist zum Verzicht von Konsumgütern aufgefordert.“ Die „Mean but green“-Clips sollen dagegen Spaß machen. Gereizt habe Rettinger das Filmprojekt, weil es die Gelegenheit bot, ungehindert Klischees ausleben zu dürfen. Gut umgesetzter Humor sei eine Kunst für sich, sagte Kommilitone Florian Ross.

Dreharbeiten zu „Ruthless Supervillain
Dreharbeiten zu „Ruthless Supervillain"
Foto: ifs

Am liebsten eine Million Klicks

Geholfen, das Projekt umzusetzen, haben der Klimakreis Köln und die Pro Öko Servicegesellschaft, ein bundesweit agierender Verband des Möbelhandels. Beide stifteten mit knapp 100 000 Euro den größten Teil des Budgets – und sehen sich mit der Veröffentlichung der Clips bestätigt: „Ich bin tief beeindruckt“, sagt Matthias Dienhardt vom Klima-Kreis Köln. Die Filme hätten die Qualität von Kinotrailern.

Bleibt die Frage: Wann sehen die Macher ihre Umweltkampagne als Erfolg an? Geschwendtner orientiert sich an ähnlichen Projekten anderer Hochschulen: „Wenn ich könnte, würde ich mir pro Clip eine Million Klicks wünschen.“ Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Die Clips verzichten überwiegend auf Sprache und funktionieren somit universell.

www.mean-but-green.de

Auch interessant
Service
Hörsaal-Knigge

Was nervt euch in einer Vorlesung am meisten?

Bildergalerien
alle Bildergalerien
Sonderveröffentlichung
Fortbildung
Mitarbeiter sollten in Ruhe darüber nachdenken, wie ernst es ihnen mit den guten Vorsätzen ist – so kann man vermeiden, unrealistischen Zielen nachzueifern.

Mehr Gehalt fordern oder sich für eine Fortbildung anmelden? So klappt´s im Job!

Kleinanzeigen