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Ausstellung: Worringens sportliche Geschichte

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Dem Boxer Niki Obermauer wurde eine eigene Vitrine gewidmet.  Foto: Elsen
Mit einer imposanten Ausstellung würdigt, das Heimatarchiv in Worringen die großen Sportler, die der Stadtteil in den vergangenen 100 Jahren hervorgebracht hat. Bei einer Führung werden neben Fakten auch viele Anekdötchen erzählt.  Von
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Worringen

Die Goldmedaille funkelt durch das blitzblanke Glas der Vitrine. „Los Angeles 1984“ ist darauf zu lesen und „XXIII. Olympiade“. Ein Pin am rot-gelb-grün gestreiften Stoffband verrät, wofür das Goldstück verliehen wurde: „Cycling“ steht unter einer amerikanischen Flagge. Neben der Medaille strahlt der Worringer Fredy Schmidtke von einem Foto den Betrachter an, um seinen Hals trägt er stolz die sportliche Auszeichnung für den Sieg im Zeitfahren, sein Fahrrad stemmt er mit hochgereckten Armen in die Luft.

Hans-Josef Heinz vom Heimatarchiv erzählt den Besuchern der Ausstellung kleine Anekdoten zu den Exponaten.
Hans-Josef Heinz vom Heimatarchiv erzählt den Besuchern der Ausstellung kleine Anekdoten zu den Exponaten.
Foto: Elsen

Die Goldmedaille ist eines der Prunkstücke der neuen Sonderausstellung in den Räumen des Worringer Heimatarchivs. Auch die Boxhandschuhe von Niki Obermauer, der 1938 Deutscher Meister im Fliegengewicht wurde, ein Original-Trikot der Worringer Zebras aus dem Jahr 1953 sowie Plakate und Hunderte von Fotos lassen die Besucher in Erinnerungen schwelgen.

100 Jahre Worringer Sportvereine

„Sportvereine aus der Vergangenheit bis zur Gegenwart“ ist der Titel der Ausstellung, die eine historische Übersicht der in Worringen gegründeten Clubs und bekannter Worringer Sportler aus mehr als 100 Jahren zeigt. Manfred Schmidt vom Heimatarchiv hat mit einem Team von zwölf Helfern die zahlreichen Exponate in monatelanger Recherche zusammengetragen. Dazu wurden auch Funktionäre und Mitglieder der verschiedenen Abteilungen der heutigen Sportgemeinschaft Köln-Worringen angesprochen: „Wir möchten auch der jungen Generation zeigen, wie es früher war und was sich daraus entwickelt hat“, erklärt Schmidt, der selber lange Jahre im Fußball aktiv war.

Der Verein für Spiel und Sport aus dem Jahr 1911.
Der Verein für Spiel und Sport aus dem Jahr 1911.
Foto: Elsen

Besonders stolz ist er auf die Exponate aus dem Leben des Boxsportlers Obermauer. Dessen Patenkind Rosemarie Vey hatte ihm neben den Boxhandschuhen auch ein Springseil, Lederschuhe, seine Titel-Urkunde, etliche Fotos und ein Kampfbuch anvertraut. „Ich möchte diese Stücke im Anschluss an die Worringer Ausstellung gerne dem Kölner Olympiamuseum stiften, damit sie einen angemessenen Platz bekommen“, berichtet Vey nicht ohne Stolz. Niki Obermauer, der für den Sportclub Colonia kämpfte und lange Jahre in Worringen lebte, ließ sich 2001 sogar mit einem Paar seiner Boxhandschuhe auf dem Worringer Friedhof beerdigen.

Viele Anekdoten zu Austellungsstücken

Prunkstück der Ausstellung: Die Medaille von Radprofi Schmidtke
Prunkstück der Ausstellung: Die Medaille von Radprofi Schmidtke
Foto: Elsen

Hans-Josef Heinz, der Vorsitzende des Heimatarchivs, kennt viele Anekdötchen über die zahlreichen Ausstellungsstücke, die noch bis März kommenden Jahres zu bestaunen sind. So berichtete Heinz, dass der überglückliche Schmidtke nach seinem Olympiasieg mit Trikot und Goldmedaille ins Bett gegangen sei und dass das Worringer Sportidol der 30er Jahre, der erfolgreiche Stromschwimmer Peter Maurer, den Spitznamen „Taate Lang“ trug, weil er zum einen 1,90 Meter groß und zum anderen im Hauptberuf Bäcker war – „Taat“ bedeutet auf Kölsch „Torte“. Begonnen hatte das sportliche Treiben in Worringen schon vor mehr als 100 Jahren zunächst mit fünf Vereinen − der älteste davon war der Turn- und Sportverein aus dem Jahr 1894.
Ein Meilenstein in der Geschichte des Vereins war das Jahr 1971 mit der Gründung der heutigen Sportgemeinschaft Köln-Worringen. Die besteht aus mehr als 15 verschiedenen Abteilungen, in denen rund 3000 Mitglieder beheimatet sind.

Auf Schwarz-Weiß-Fotos, vor allem aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, sind aber auch Sportdisziplinen zu sehen, die es heute nicht mehr gibt. So existierte in der Zeit von 1911 bis 1913 neben dem damaligen Turnerbund der „Verein für Sport und Spiel“, der sich mit leichtathletischen Disziplinen wie Tauziehen und Querfeldeinlauf beschäftigte und zahlreiche Wettkämpfe bestritt.

Mehr Infos zu Ausstellung
Die Boxhandschuhe von Niki Obermauer gehören ebenfalls zu den Exponaten der Ausstellung.
Foto: Elsen

Wer sich für die Ausstellung im Worringer Heimatarchiv interessiert und auf eine sportliche Zeitreise gehen möchte, kann das Haus am Breiter Wall 4 mittwochs von 17 bis 19 Uhr besuchen.

Auch Sonderführungen durch die Schau bieten die Hobby-Historiker an.

Der Kontakt zu den Mitgliedern des Archivs erfolgt über E-Mail.

Weitere Informationen zur Worringer Sportgemeinschaft gibt es im Internet.

email@heimatarchiv-worringen.de
www.heimatarchiv-worringen.de

www.sg-worringen.de

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