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Bauvorhaben: Parkhaus weicht Mehrfamilienhaus

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Absperrung am maroden Parkhaus. Mittlerweile wurde es fast komplett abgebrochen. Foto: Philipp Haaser
Jahrelang stand das Parkhaus leer. Nun wurde das alte Gebäude an der Zypressenstraße abgebrochen. Die Immobilienfirma RheinHaus aus Bonn plant den Bau eines dreistöckigen Gebäudes mit 18 Mietwohnungen.  Von
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Heimersdorf

Jahrelang stand das alte, zweistöckige Parkhaus in unmittelbarer Nähe zum Einkaufszentrum Heimersdorf leer. Es gammelte vor sich hin, eine Absperrung verhinderte die Nutzung. Nun wurde das alte Gebäude an der Zypressenstraße abgebrochen, um Platz für ein Mehrfamilienhaus zu schaffen. Die Immobilienfirma RheinHaus aus Bonn plant dort den Bau eines dreistöckigen Gebäudes mit 18 Mietwohnungen und Tiefgaragenplätzen. In voraussichtlich 20 Monaten könnten die ersten Bewohner dort einziehen, schätzt der Kaufmännische Leiter von RheinHaus, Timo Rink. Eine Genehmigung erteilte das Bauaufsichtsamt bereits 2011.

Nun ist der Bau eines Mehrfamilienhauses nichts Besonderes – wenn sich die Heimersdorfer nicht schon seit Jahren über einen Mangel an Parkplätzen am Einkaufszentrum beschweren würden.

Die Stellmöglichkeiten hinter den Ladenzeilen werden von Anwohnern des Haselnußweges und von Kunden gleichermaßen genutzt. Zudem liegt ein zweistöckiges Parkhaus am Haselnußweg/Ecke Forststraße. Das untere Deck ist für Kunden geöffnet, das obere gehört einer dort angesiedelten Supermarktkette und ist Dauermietern vorbehalten.

Pendler verdrängen

Viele Händler fürchten, dass die Stellplatznot längerfristig dazu führt, dass Käufer lieber nach Chorweiler fahren. „Die Parkplatzsituation ist katastrophal“, sagte Wilfried Neumann, der für die CDU in der Bezirksvertretung Chorweiler sitzt. Ein Problem seien auch Pendler, die ihre Autos am Heimersdorfer Bahnhof abstellen und in die Bahn umsteigen. „Die würden wir gerne verdrängen“, sagt der Kommunalpolitiker.

„Wir wollen, dass die Autofahrer dort Parkscheiben benutzen müssen, und haben auch schon mehrere Anträge an die Stadt gestellt.“ Die aber scheint sich zu sträuben. Demnach kann Neumann nicht nachvollziehen, dass das Parkhaus abgerissen wurde. „ Wir hätten es gerne gesehen, dass die vorhandene Anlage saniert und geöffnet wird. Aber nun sind Fakten geschaffen worden“, sagt er.

Auch Sabine Newrzella, die gemeinsam mit ihrem Mann eine Bäckerei im Einkaufszentrum betreibt, ist der Mangel an Stellplätzen ein Dorn im Auge. „Uns gehen aber langsam die Ideen aus, wie man mehr Raum schaffen kann“, sagt sie. „Da müssen sich Städteplaner etwas überlegen.“ Auch sie hätte sich gewünscht, dass das Parkhaus erhalten bleibt. Allerdings sagt sie auch: „Ein Neubau ist besser als das dauerverwahrloste Gebäude. Dazu ziehen neue Menschen nach Heimersdorf, der Stadtteil entwickelt sich weiter.“

Das sieht auch die Bezirksbürgermeisterin von Chorweiler, Cornelie Wittsack-Junge, so. „Natürlich macht es dort mehr Sinn, Wohnungen zu bauen. Das ist gut für die Geschäfte, gut für den Stadtteil“, sagt sie. Und ein Wohnhaus sei ästhetisch doch viel schöner anzusehen als ein Parkhaus.

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