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Filmmusik: Großes Kino in Christi Verklärung

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Auch auf der Orgel lässt sich Filmmusik präsentieren – zuweilen ersetzt sie ein ganzes Orchester. Foto: fra - Fotolia
Kein Film ohne Musik. Die bekanntesten Melodien von "Fluch der Karibik" bis "Star Wars" präsentierte Robert Gandor in der Kirche Christi Verklärung in Heimersdorf. Das Filmorchester ersetzte er kurzerhand mit der Orgel des Baus.  Von
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Heimersdorf

In der großen Kirche Christi Verklärung spielte Robert Gandor „Orgelmusik zur Marktzeit“. Und weil es um Filmmusiken ging, eröffnete er mit der Fanfare der 20th Century Fox. Ein toller Effekt. Die musikalische Reise führt „von der Karibik zu den Sternen“ mit Hits aus den Filmen „Fluch der Karibik“, „Titanic“ und „Star Wars“.

Hatte die Orgel zuerst mit Trommel- und Big-Band-Sound verblüfft, so klang sie später auch mal wie Streicher oder wie ein Chor. Gandorf nennt sie stolz „Kölns modernste Orgel“. Einzigartig im Rheinland, sagt er, ist das LED-Beleuchtungssystem der Firma Flaxxlite. Das steuerte Mathias Flackskamp bei, der seinen Laptop neben dem Orgel-Spieltisch aufgebaut hatte. Er beleuchtete zur Musik den Orgelprospekt mit wechselnden Farben.

Das Licht konnte auch tanzen. Manchmal bewegte es sich passend zu Tempi und Lautstärken des Instruments. Ob die Musik das bunte Lichterspiel braucht oder ob es bloß vom Hören ablenkt, das sei dahin gestellt. Schließlich hat die Orgel ja selbst viele „Farben“. Das von der Kölner Firma Peter 1974 gebaute und von der Bonner Firma Klais 2011 renovierte Instrument hat 46 Register. Möglich sind weit mehr als 100 verschiedene Klangfarben-Mischungen. Aber die Spielerei mit den bunten Lämpchen im Halbdunkel der Kirche macht offenbar Spaß.

Mehr als 100 Klangfarben

Und Filmmusik ist ja ohnehin auf optische Konkurrenz gepolt. Beim „Fluch der Karibik“ – einem Lieblingsstück der Jugendorchester – wurden die Orgelpfeifen rot oder rot-blau illuminiert. Zum Meer der Titanic passte Blau, und ein großes weißes Dreieck mochte vor dem Eisberg warnen. Man hörte auch das weniger bekannte Stück „Im Zauberland Ägypten“, komponiert von einem gewissen Albert Ketelbey, der Exotik liebte.

Da passten zur Wüste natürlich Lämpchen in Sonnengelb. Robert Gandor spielte spannend und wandlungsfähig. Er ist zuständig für die Musik der katholischen Gemeinde „Seliger Papst Johannes XXIII.“ mit Kirchen in Heimersdorf, Merkenich und Chorweiler.

Am 30. Juli präsentiert er die Orgel in Christi Verklärung einem Kreis von Experten: Die Gesellschaft der Orgelfreunde will sich bei ihrer 61. Internationalen Orgeltagung in Köln (28. Juli bis 3. August) von der facettenreichen Orgelszene zwischen Brauweiler und Siegburg ein Bild machen. Dabei werden natürlich auch Kölns modernste Orgeln besucht, in der Kunst-Station St. Peter, in der Rochuskirche Bickendorf. Und eben in Heimersdorf.
www.gdo.de

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