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Gerichtsprozess: Brief an die Mutter von Lea-Sofie

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Der angeklagte Lebensgefährte der Mutter der getöteten Lea-Sofie im Kölner Landgericht. Foto: dpa
Der im Mordfall Lea-Sofie angeklagte Patrick L. hat vor seinem Geständnis offenbar in einem Brief versucht, seine mitangeklagte Lebensgefährtin unter Druck zu setzen und sich völlig von der Tat distanziert. Der Richter verlas den Brief.  Von
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Im Prozess um den Mord an Lea-Sofie verlas die Vorsitzende Richterin am Mittwoch einen Brief, den der Angeklagte Patrik L. der Mutter des Mädchens im Gefängnis geschrieben hat. Der Brief war nicht an Franziska M. (20) weitergeleitet worden, weil ihr 23-jähriger Lebensgefährte sie damit beeinflussen wollte. Sie war zu dem Zeitpunkt ebenfalls schon in Haft. „Du bist Deiner Tochter die Wahrheit schuldig“, schrieb Patrik L., der sich in dem Schreiben völlig von der Tat distanziert und Franziska M. die Schuld am Tod der Zweijährigen gibt.

Er habe sie zur Vernunft gebracht, als sie Lea-Sofie einmal beim Wickeln einen Stoffhasen an den Kopf gehauen habe. Und er verstehe nicht, warum sie ihn reinreißen wolle, sie habe ihm schließlich gesagt, wie sehr sie ihn liebe. Patrik L. räumt in dem Brief lediglich eine Mitschuld ein: „Ich habe Dir geholfen, die Kleine wegzutragen. Das war ein Fehler, dafür werde ich geradestehen.“

Mittlerweile hat Patrik L. den Brief und seine Gedanken als „falsch“ dargestellt und längst zugegeben, dass er es war, der Lea-Sofie geschlagen hat.

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Das psychiatrische Gutachten über Patrik L. wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehört – auf Antrag seines Verteidigers. Vorher kamen Patrik L.s Vorstrafen zur Sprache. Er wurde mit 15 erstmals straffällig – mit kleineren Delikten. Zweimal wurde er ohne Führerschein mit dem Mofa erwischt, ein anderes Mal brach er einen Zigaretten-Automaten auf. Ab 2007 kamen Anzeigen wegen Beleidigung dazu, 2011 trat er einen Polizisten. Dann gab es allerdings mehrere Einsätze wegen häuslicher Gewalt bei ihm und seiner Ex-Freundin, die drei Kinder hat. Zweimal verwiesen die Beamten ihn der Wohnung. Der Prozess geht am Montag mit dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft in seine Endphase.

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