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Haltestellen: Streit über Park-and-Ride

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In Worringen können Pendler das Park-and-Ride-System nutzen und vom Auto in den Zug umsteigen. Allerdings bleibt meist die Hälfte der 355 ausgewiesenen Stellplätze leer. Foto: Wischgoll
Seit Jahren fordert die Bezirksvertretung den Ausbau der Merkenicher Stellfläche - geeignet seien der Londoner Platz und der Busbahnhof Die Verwaltung sieht dagegen keinen Bedarf.  Von
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Wer außerhalb wohnt und in der Stadt arbeitet, kennt das Konzept von Park and Ride. Man stellt den Wagen auf ausgewiesenen Parkplätzen an bestimmten Bahnhöfen ab und steigt in den Zug – ohne nervige Stellplatzsuche oder zeitraubende Staus auf den Straßen. Eine gute Idee, finden auch die Mitglieder der Bezirksvertretung Chorweiler. Seit Jahren fordern sie, ein solches System für den Bahnhof Chorweiler einzurichten, damit Pendler vom Auto in die S-Bahn Linie 11 oder Straßenbahn 15 wechseln können.

Verwaltung lehnt Vorschlag ab

Als geeignete Parkflächen schlagen sie den Londoner Platz und den Busbahnhof vor. Beide liegen in unmittelbarer Nähe zur Haltestelle. Doch die Verwaltung lehnt den Vorschlag ab. Park and Ride sei für Chorweiler keine Option, weder am Busbahnhof noch am Londoner Platz, erklärte die Verwaltung jetzt in einer schriftlichen Mitteilung. In einem so dicht besiedelten Gebiet wie Chorweiler sei eine Anlage „widersprüchlich“, da sie noch mehr Verkehr aus anderen Stadtteilen anziehen würde. Dabei sei es das erklärte Ziel der Stadt, so viele Autos wie möglich aus Wohngebieten heraus zu halten.

Das klassische Einzugsgebiet einer Park-and-Ride-Anlage umfasst rund drei Kilometer. Von Chorweiler aus würde das die S-Bahn-Haltestellen Blumenberg und Worringen sowie den Stadtteil Roggendorf/Thenhoven umfassen. Derzeit gibt es drei Bahnhöfe im Bezirk sowie einen in unmittelbarer Nähe, wo der Wagen abgestellt werden kann: An den S-Bahn-Stationen Worringen, Volkhovener Weg, an der Straßenbahnhaltestelle Merkenich und in Longerich.


An den vier Stationen stehen insgesamt 476 Parkbuchten zur Verfügung, so eine städtische Statistik. Während die Fläche am Volkhovener Weg (41 Plätze) vollständig genutzt wird, ist Merkenich sogar überbelegt: Auf insgesamt 15 Plätze quetschen sich in der Regel 17 Autos. An den restlichen Bahnhöfen geht es dagegen weniger betriebsam zu. Eine Auswertung der Stadt besagt, dass von den 355 Stellplätzen in Worringen im Durchschnitt 156 genutzt werden – weniger als 50 Prozent. In Longerich parken im Schnitt 30 Fahrer, zur Verfügung stehen dagegen 65 Buchten. Für die Stadt Gründe, in Chorweiler kein Park and Ride zuzulassen. Es stünde „in enger Konkurrenz zu den vorhandenen Anlagen in Worringen, Volkhovener Weg und Longerich und würde sich schlicht nicht rechnen“, heißt es von Seiten der Verwaltung. Die Stellfläche in Worringen decke zudem den Nachbarort Dormagen mit ab.

Autos bis zur Eisenbahnbrücke

Die Bezirksvertreter sehen das anders. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Wolfgang Kleinjans, wollte die vorgelegten Zahlen nicht glauben. „In Longerich ist nur die Hälfte der Plätze besetzt? Dort stehen die Autos bis zur Eisenbahnbrücke. Ein weiterer Parkplatz direkt vor dem Bahnhof ist dagegen gebührenpflichtig und oft leer. Haben Sie diese Plätze etwa auch mitgezählt?“ Einstimmig verabschiedeten die Lokalpolitiker einen Beschluss, die Parkfläche in Merkenich an der Bahnhaltestelle zu vergrößern. Zudem beharren die Chorweiler auf ihrem Park-and-Ride-Wunsch und forderten die Verwaltung auf, eine Vorlage auszuarbeiten.

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