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Jugendarbeit: Neustart auf dem Krebelshof

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Nach dem Betreiber-Wechsel wird das Krebelshof-Gebäude saniert. Foto: Philipp Haaser
Der Krebelshof ist gerettet, aber es gibt noch viel zu tun. Nach dem Betreiber-Wechsel sollen alle Gebäude nach und nach saniert werden. Doch einige können schon jetzt für das Ferienprogramm in den Sommerferien genutzt werden.  Von
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Worringen

Wenn am Montag nächster Woche wieder Pädagogen bereitstehen, um mit Kindern und Jugendlichen die Ferien im Krebelshof zu verbringen, geht eine vergleichsweise kurze Phase in der Geschichte der 600 Jahre alten Anlage zu Ende. Und doch dauerte sie den Worringern viel zu lange. Eineinhalb Jahre standen die Gebäude nun leer, weil der vorige Betreiber des Jugendzentrums, das in dem Vierkant-Hof untergebracht war, Insolvenz anmelden musste.

„Vor allem der ehemalige Kuhstall wird rege angefragt von den Bürgern“, sagt Fabian Goevert, beim neuen Trägerkonsortium Gesellschaft für urbane Jugendarbeit (Guja) zuständig für alle baulichen Angelegenheiten. Doch bis in diesem legendären Veranstaltungsraum des Krebelshofs wieder Konzerte, Geburtstage, Hochzeiten und Jubiläen gefeiert werden können, dürfte noch einige Zeit vergehen.

Nach und nach sollen die Gebäude in Stand gesetzt werden, erklärten jetzt Vertreter der beteiligten Gesellschaften Jugz GmbH, Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) und Lino Club e.V. „Die offene Kinder- und Jugendarbeit steht dabei an erster Stelle“, so Hans-Joseph Saxler vom Lino Club. „Veranstaltungen werden Teil des Konzepts sein, aber sicher nicht in gleichem Maß wie früher“, so Goevert.

Größte Räume schon bezugsfertig

Das Krebelshof-Team: Vassilios Touplikiotis (v.l.), Tim Krebs, Ingolf Leinhard
Das Krebelshof-Team: Vassilios Touplikiotis (v.l.), Tim Krebs, Ingolf Leinhard
Foto: Philipp Haaser

Zunächst startet das neue Team um Leiter Vassilios Touplikiotis mit einem Ferienprogramm für die rund 2.000 Kinder und Jugendlichen aus Worringen und Roggendorf/Thenhoven. Touplikiotis hat die Bemühungen zur Rettung der Einrichtung aufmerksam verfolgt. Als schließlich die Stelle des Leiters ausgeschrieben wurde, hat er sich beworben. Seit dem 1. Juni sitzt er in dem kleinen, zur Straße gelegenen Büro. „Ich freue mich tierisch, dass es jetzt losgeht“, sagt der Sportwissenschaftler.

Er ist es auch, der darauf hinweist, dass die größten „Räume“ im Krebelshof schon bezugsfertig sind: der Innenhof und die Obstwiese. In den Ferien werden hier Billard-Tische, Kicker, Tischtennisplatten, Bänke und Stühle stehen. Während der ersten beiden Wochen können die jungen Kölner aus dem Norden spontan vorbeischauen.

Anmeldung erforderlich

Die ersten Räume im Krebelshof sind frisch gestrichen und neu eingerichtet.
Die ersten Räume im Krebelshof sind frisch gestrichen und neu eingerichtet.
Foto: Philipp Haaser

Das Programm in der fünften und sechsten Woche steht jeweils unter einem bestimmten Motto, eine Anmeldung ist dann erforderlich. Touplikiotis ist zwar bei der Guja angestellt, kann aber auf die Hilfe der beteiligten Träger zählen. Von den fünf Gebäuden, die zum Hof gehören, sollen zwei noch in diesem Jahr für die pädagogische Arbeit in Betrieb genommen werden. Die Ergebnisse des Brandschutzgutachtens und ein Brandschutzkonzept stehen noch aus, dann dürfte einer Genehmigung aber nichts mehr im Wege stehen.

Langfristig müssen Heizung, Fenster, Dächer, elektrische Leitungen und Sanitäranlagen erneuert werden. Goevert rechnet mit einem „mittleren sechsstelligen Betrag“, den die beteiligten Gesellschaften in den nächsten fünf Jahren investieren müssen. „Wir freuen uns natürlich, wenn das schneller geht“, sagt er.

Die neuen Betreiber hoffen auf die Unterstützung der Worringer. Spontan fallen Goevert viele Beispiele ein: Rasen mähen, beim Streichen helfen, Kuchenspenden für die geplante Eröffnungsfeier im September. Für die Sanierung des Spielplatzes sei man im Gespräch mit einem Sponsor, so Goevert. Die Firma Ford plant einen Freiwilligentag hier.

Die Hilfe, die bislang vom Aktionsbündnis zur Rettung des Krebelshofs ausging, stimmt die Beteiligten hoffnungsvoll. Bezirksbürgermeisterin Cornelie Wittsack-Junge berichtete von den Plänen des Bündnisses, den losen Zusammenschluss in einen Förderverein umzuwandeln.

www.krebelshof-guja.de

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