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Legionellen im Trinkwasser: Duschen ist gefährlich

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In den zwangsverwalteten Hochhäusern in Chorweiler sind erhöhte Konzentrationen von Legionellen festgestellt worden. Foto: Worring
Die erhöhte Legionellen-Konzentration in Hochhäusern hat in Chorweiler zu einer Warnung vor dem Duschen geführt. Eine Fachfirma muss nun nach der Quelle der Bakterien suchen. Der Verwalter verhielt sich vorbildlich.  Von
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Chorweiler

Nachdem in Chorweilerer Hochhäusern erhöhte Legionellen-Werte in Trinkwasserleitungen gefunden wurden, sind die Mieter angewiesen, vorerst nicht mehr zu duschen. Das könne demnächst häufiger geschehen, sagt Dr. Anne Bunte, Leiterin des Gesundheitsamtes, insbesondere in Wohnanlagen mit großen Warmwasserbehältern.

Legionellen sind Bakterien, die im Trinkwasser leben. Sie werden dort jedoch nur in einer bestimmten, nicht gesundheitsgefährdenden Menge geduldet. Seitdem Mitte Dezember 2012 in der Trinkwasserverordnung die Pflicht zur Überprüfung auf Legionellen vorgeschrieben wurde, werden wohl vermehrt Überschreitungen des Grenzwertes festgestellt, so Bunte.

Die Bakterien vermehren sich am stärksten bei Temperaturen zwischen 35 und 55 Grad in Warmwassersystemen. Im Wasser sind sie nicht direkt gesundheitsgefährdend. Erst wenn sie sich vernebelt in kleinen Tröpfchen befinden, wie es beim Duschen der Fall ist, können sie zu einer Gefahr werden. Das Einatmen kann schwere, unter Umständen tödlich verlaufende Lungenentzündungen wie die Legionärskrankheit hervorrufen, aber auch leichtere, grippeähnliche Erkrankungen, das Pontiac-Fieber. „Gefährdet sind in erster Linie Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem“, so Bunte.

Geduscht werden sollte ab sofort nicht mehr. Ansonsten kann das Leitungswasser aber weiter genutzt werden, für Wannenbäder und zum Waschen unter fließendem Wasser. Eine Infektion durch Verschlucken und Trinken des Wassers ist nicht möglich.

In diesen Hochhäusern gibt es keine Legionellen. Das Bild war versehentlich in den Artikel eingebunden worden.
In diesen Hochhäusern gibt es keine Legionellen. Das Bild war versehentlich in den Artikel eingebunden worden.
Foto: dpa

Der Zwangsverwalter der betroffenen Hochhäuser habe sich vorbildlich verhalten, lobt Bunte. Er hatte sich direkt um die Umsetzung der neuen Verordnung gekümmert und vorschriftsmäßig das Gesundheitsamt informiert, als die Grenzwertüberschreitung erkannt worden war. Außerdem habe er sofort ein Duschverbot in deutscher, türkischer und russischer Sprache in den Häusern ausgegeben. Und er habe die Warmwassertemperatur erhöht und so die Überlebenschancen für die Bakterien gesenkt.

Nun sei es die Aufgabe des Zwangsverwalters, für Abhilfe zu sorgen, so Bunte. „Eine Fachfirma muss die Quelle der erhöhten Legionellen-Konzentration herausfinden und Vorschläge zur Verbesserung machen.“

Mit der Umsetzung der neuen Trinkwasserverordnung hat die Stadt einen erhöhten Überprüfungsaufwand. Das betrifft beispielsweise die Köln-Bäder und Schulen mit Duschanlagen. Die Untersuchungs- und Anzeigepflicht bedeutet auch einen Mehraufwand für Hausverwaltungen und -eigentümer.
www.stadt-koeln.de/buergerservice/themen/gesundheit/trinkwasser

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