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Neue Schule: Förderschule wird abgerissen

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Die leerstehende Förderschule wird abgebrochen. Foto: Wischgoll
Alle Details sind noch nicht geklärt, aber die grundsätzliche Entscheidung ist gefallen. Auf dem Gelände der leerstehenden Getrund-Bollenrath-Förderschule soll eine neue Schule entstehen. Doch die Stadt spart beim Energiestandard.  Von
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Volkhoven/Weiler

Die Hängepartie ist beendet: Der Rat der Stadt bestätigte den Beschluss der Fachausschüsse, am Fühlinger Weg 7 eine neue Grundschule zu bauen. Auf dem Gelände befindet sich die marode und leerstehende Gertrud-Bollenrath-Förderschule, die dafür abgebrochen wird. Geplant ist eine zweizügige, barrierefreie Grundschule mit Turnhalle und einer Mensa. Bei Bedarf kann das Gebäude auf drei Züge erweitert werden.

Das Haus entsteht nach dem vom Bund vorgeschriebenen Energiestandard (EnEV 2009) und soll 12,8 Millionen Euro kosten. Damit hat sich der Rat für die günstigste von drei Varianten entschieden. Mit dem Bau soll 2016 begonnen werden, ein Jahr später könnte die Schule ihren Betrieb aufnehmen. Überlegt wird noch, ob sich eine Photovoltaikanlage lohnt.

Kölner Standard statt Passivhaus

Für Eltern und Kinder des beschaulichen Volkhoven/Weiler ist der Neubau eine gute Nachricht, bislang fehlte im Ort eine Grundschule. Die meisten Kinder fahren mit dem Bus zur Grundschule Lebensbaumweg im benachbarten Heimersdorf. Als 2007 die Fördereinrichtungen Gertrud-Bollenrath-Schule und Soldiner Straße 68 zusammengelegt wurden, fasste die Stadt den Entschluss, das Haus abzureißen und an selber Stelle eine Grundschule zu bauen. Das alte Gebäude war zu marode, um es wirtschaftlich zu sanieren und entsprach laut Verwaltung nicht mehr den „heutigen pädagogischen und funktionalen Erfordernissen und Anforderungen an ein modernes Schulgebäude“.

Eigentlich sollte die neue Schule schon in diesem Jahr gebaut werden. Doch die Arbeiten verzögerten sich. Im Rat gab es Unstimmigkeiten, welche Art von Gebäude es sein sollte. Zur Option standen drei Varianten: EnEV 2009, ein Objekt, das dem weitaus höheren energetischen Standard eines Passivhauses entspricht, und ein Haus, das dazwischen liegt, genannt „Kölner Standard“. Der Bau eines Passivhauses kostet laut Verwaltung 13,7 Millionen Euro, ein Haus nach Kölner Standard rund 13,1 Millionen Euro. Eigentlich hatte sich die Verwaltung darauf eingestellt, ein Passivhaus zu errichten. „Es gab vor Jahren einen Ratsbeschluss, in dem steht, dass alle städtischen Neubauten in der Art eines Passivhauses errichtet werden sollen“, sagt der Sprecher der Gebäudewirtschaft, Uwe Kaven.

Doch eine entsprechende Vorlage wurde von der Stadt zurückgezogen. Auch für die Schule in Volkhoven/Weiler drängte der Rat auf eine günstigere Alternative. Am Ende einigten sich die Lokalpolitiker auf den Mindestenergiestandard. „Das Ökonomische wurde gegen das Ökologische abgewägt“, sagt Kaven. Die Ökonomie siegte, auch langfristig sei die Alternative am günstigsten, hieß es. Allerdings muss die Stadt nun für die Bedenkzeit der Ratsmitglieder zahlen. „Wir sind von einem Passivhaus ausgegangen und müssen nun umplanen“, sagt Kaven. Das kostet Zeit – und Geld.

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