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Sport: Neuer Tennisverein für Worringen

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Die Stadt möchte die Tennisanlage in Worringen gerne wieder verpachten. In der Regel werden die Plätze gut genutzt. Foto: Philipp Haaser
Worringen erhält einen neuen Tennisverein. Der Club geht aus einer Abteilung der SG Worringen hervor. Der Neustart wird wirtschaftlich allerdings nicht leicht. Insbesondere die Halle muss saniert werden.  Von
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Worringen

Worringen hat seit einem Monat einen neuen Tennisclub. „Das ist nicht mehr wie zu Boris Beckers Zeiten“, sagt Thomas Schneider vom Sportamt. Die Neugründung sei trotzdem eine gute Idee. Der Club geht aus einer der Abteilung der SG Worringen hervor. „Der Vorstand bringt unglaublich viel Enthusiasmus mit“, sagt Schneider.

Die Spitze des jüngsten Sportvereins im Kölner Norden setzt sich aus vier Herren zusammen, die allesamt zuvor in der SG Worringen aktiv waren. Die Sportgemeinschaft meldete 2008 Insolvenz an. Der Hauptsponsor hatte sich zurückgezogen. Die Stadt löste das Erbbaurecht für die Tennisanlage am Further Weg auf, das Gelände ging in ihren Besitz zurück. Die SG konnte in einem Insolvenzplanverfahren gerettet werden, der Verein einigte sich mit den Gläubigern. Seit 2011 ist der Club saniert. Nun sollten Tennisplätze und die Halle mit Umkleiden, Multifunktionsraum und Gastronomie wieder vom Verein selber betrieben werden.

Nebenkosten sind ein Wagnis

„Die SG hat abgelehnt“, erzählt Rainer Stein, stellvertretender Vorsitzender des neuen Tennisclubs. Mit 40.000 Euro Nebenkosten sei die Halle, Baujahr 1908, dem alten Verein zu teuer, obwohl die Stadt keine Miete verlangt. Die Voraussetzung dafür ist, dass mindestens 20 Prozent der Nutzer Kinder und Jugendliche sind. Mit 76 Mitgliedern unter 18 Jahren erfüllt die Tennisabteilung die Bedingung mühelos.

Stein sitzt auf der Terrasse vor der Halle. Die Nachmittagssonne brennt auf die sieben angrenzenden Aschenplätze. Von den 220 Mitgliedern der Tennisabteilung der SG ist der Großteil aktiv, 95 Prozent, schätzt Stein. „Draußen wird im Moment täglich gespielt“, sagt er. Neben ihm sitzen seine Vorstandskollegen Klaus Schwenke, Rolf Ackermann und Hans Gronek. Seit Jahrzehnten gehören sie der Tennisabteilung der SG an, wirken wie alte Gefährten. Viele Stunden haben sie diskutiert, wie sie ihren Sport in Worringen erhalten können. „Wir gehen ein Stück weit ein Wagnis ein“, sagt der ehemalige Grundschulleiter Groneck, Kassierer des neuen Vereins. Nicht nur die Nebenkosten für die Halle müssen zusammenkommen. Das Gebäude muss in absehbarer Zeit saniert werden. Der Teppich ist mehr als 30 Jahre alt, an einigen Stellen durchgescheuert. Das Dach muss neu gedeckt werden. Noch besteht es aus Asbestplatten.

Geschlossener Wechsel geplant

Der Verein braucht neue Mitglieder, Sponsoren, Fördergelder und eine gut ausgelastete Halle. Trotzdem: „Das ist eine spitze Rechnung“, wiederholt Groneck. „Ohne die Halle ist der Verein nicht lebensfähig.“ Sie wollen es probieren. „Wir freuen uns darauf“, sagt Ackermann, der den Posten des Vorsitzenden übernommen hat. Der TC Worringen steht bereits im Vereinsregister. Die Gründungsversammlung wählte den Vorstand fast einstimmig. Am vierten September entscheidet die SG über die Ausgliederung der Tennisabteilung. In der Einladung äußert der Vorstand Verständnis für die Neugründung und verspricht Unterstützung. Die Abteilungskasse soll an den TC übertragen werden, die 220 Mitglieder sollen zum 30. September möglichst geschlossen wechseln.

Die Zusammenarbeit mit dem Sportamt haben dem Vorstand Mut gemacht. Die Stadt wird ihnen einen Zuschuss zu Pflege und Betrieb der Anlage zahlen. Außerdem könnten laut Sportamtsmitarbeiter Schneider bis zu zwei Drittel der Renovierungskosten von der Stadt übernommen werden.

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