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U3-Betreuung: Viele Kinder auf der Warteliste

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Gemeinsam Bilderbücher gucken und Spaß haben – viele Eltern legen Wert auf eine Betreuung im Kindergarten.  Foto: Philipp Haaser
Im Bezirk Chorweiler schwankt die Versorgungsquote von Betreuungsplätzen für Kleinkinder von einem Stadtteil zum nächsten erheblich. Aus Mangel an Flächen dauert es in manchen Vierteln länger, bis Plätze geschaffen sind.  Von
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Chorweiler

Ob Eltern für Kinder, die jünger als drei Jahre sind, einen Tagesstätten-Platz in ihrer Nähe bekommen, hängt im Bezirk Chorweiler nach wie vor stark vom Stadtteil ab. Das lässt sich dem Bericht der Verwaltung entnehmen, der in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler vorgelegt wurde. Für den gesamten Bezirk gilt inzwischen eine Versorgungsquote von 29 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als im vorigen Jahr. Die Stadtteile Chorweiler, Worringen und Roggendorf/Thenhoven liegen mit jeweils 23, neun und 16 Prozent jedoch nach wie vor weit unter dem Durchschnitt.

In Worringen verbessert sich die Situation im nächsten Kindergartenjahr erheblich. Dort steigt die Quote durch den Neubau einer Tagesstätte in der Jakob-Sturm-Straße auf 23 Prozent. 68 Plätze für Kinder im Alter über drei Jahren und 32 Plätze für jüngere Kinder entstehen in der Einrichtung des Trägers Kinderzentren Kunterbunt.

Dagegen sinkt die Quote für U3-Plätze im Stadtteil Chorweiler auf 20 Prozent. Einerseits wächst die Zahl der Jungen und Mädchen, die einen Anspruch auf einen solchen Platz haben: Bis zu 50 Kinder mehr als im Vorjahr müssen aufgenommen werden, wenn die Eltern das wünschen. Der Stadtteil Chorweiler verzeichnet damit die Hälfte des gesamten Zuwachses im Stadtbezirk. Gleichzeitig eröffnet keine zusätzliche Einrichtung im Stadtteil. Vielmehr werden sechs bestehende U3-Plätze in Ü3-Plätze umgewandelt.

Monika Langenbach, zuständig für die Planung der Plätze in Kindertagesstätten, sieht das Hauptproblem in der dichten Bebauung im Stadtteil. Aus Mangel an verfügbaren Flächen könne es in solchen Vierteln länger dauern, bis ausreichend Plätze geschaffen seien, heißt es auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Nachfrage in Chorweiler sei außerdem nicht so hoch wie etwa in der Innenstadt. Dennoch sind Langenbach keine offenen Kita-Plätze im Stadtteil bekannt.
Bezirksbürgermeisterin Cornelie Wittsack-Junge (Grüne) prangert die mangelhafte Versorgung im Stadtteil Chorweiler an. „Da darf man sich doch nicht wundern, wenn wir uns hier benachteiligt fühlen.“ Gerade Alleinerziehende und Einwandererfamilien seien die Leidtragenden. Ersteren werde die Rückkehr in den Beruf erschwert; für Kinder von Zuwanderern sei es schwerer, frühzeitig Deutsch zu lernen. „Die Misserfolge sind da doch programmiert“, so Wittsack-Junge.


Die Eltern im Quartier würden, vermutet sie, ihren gesetzlichen Anspruch auf einen U3-Platz eher nicht vor Gericht durchsetzen, falls sie außen vor blieben. „Das weiß man auch in der Verwaltung, dass der Widerstand hier am geringsten ist“, sagt die Bezirksbürgermeisterin. Langenbach betont, dass das Recht auf „frühkindliche Förderung unabhängig von sozialer Herkunft und Lebensverhältnissen“ bestehe.

Von August an haben Eltern von Kindern, die älter als ein Jahr sind, bundesweit einen Rechtsanspruch auf einen Tagesstätten-Platz. Der Ratsbeschluss, demzufolge das entsprechende Angebot für Köln geschaffen werden soll, sieht für die Stadt eine Quote von 40 Prozent vor. Etwa ein Drittel der Plätze soll über Tagesmütter und Tagespflegeeinrichtungen geschaffen werden. Ob das ausreicht, um alle Eltern versorgen zu können, die für ihre Kinder einen Platz suchen, sei noch nicht abzusehen, heißt es abschließend im aktuellen Statusbericht der Verwaltung.

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