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Usedomstrasse: Spaß auch ohne Spielzeug

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Zum Abschied gab es für die Kinder einen Sorgenfresser. Da fällt der Abschied ein bisschen leichter. Foto: Fischer
Kinder und Eltern feiern 25-jähriges Bestehen der integrativen Tagesstätte in der Usedomstraße. Drei Monate haben die Kinder auf Spielzeug verzichtet und sich ihre eigenen Spiele ausgedacht und die Umgebung erkundet.  Von
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Jaron, Finn, Alina und ihre Freunde in der Kindertagesstätte Usedomstraße haben sich vom Spielzeug verabschiedet. Und das für eine lange Zeit: Drei Monate sind sie ohne Brettspiele, Figuren oder Lego ausgekommen. Sie haben sich eigene Spiele ausgedacht und die Umgebung erkundet. Fidel rennen die Kinder zwischen ihren Freunden, Eltern und den Stationen des Sommerfestes hin und her. Heute feiern sie nicht nur den letzten spielzeugfreien Tag in diesem Jahr, sondern auch das 25-jährige Bestehen der evangelischen integrativen Tagesstätte.

Als die Kita 1988 gegründet wurde, zogen vier Gruppen in die Räume ein sowie 20 Hortkinder, die die Kita nachmittags besuchen und ihr teilweise bis zum fünften Schuljahr treu blieben. Auf diese Weise sei ein großes Vertrauensverhältnis zu den Familien entstanden, sowie „freundschaftliche Beziehungen, die bis heute anhalten“, erläutert Leiterin Elke Jaksch-Bettin. Die Hortgruppe wurde 2010 geschlossen, trotzdem sind etliche Schulkinder zum Fest in die Usedomstraße gekommen. Die vier Kindergartengruppen bestehen mittlerweile aus zwei Inklusionsgruppen; einige Kinder haben geistige oder körperliche Behinderungen. Seit 2007 arbeitet die Kita zudem im Bereich der Hochbegabtenförderung. „Wir sind nun noch besser in der Lage, individuelle Fähigkeiten zu erkennen und zu stärken und gleichzeitig für Akzeptanz in der Gemeinschaft zu sorgen“, sagt die stellvertretende Kita-Leiterin Karola Palinsky stolz.

Neben Begabtenförderung und Religionspädagogik sind in den vergangenen Jahren viele neue Projekte entstanden. „Fast jedes Jahr kommt etwas hinzu, sonst würde uns ja langweilig werden“, scherzt Sozialarbeiterin Anja Höre. Unter dem Motto „Faustlos“ lernen die Kinder in Rollenspielen, mit Wut oder dem Ärger anderer umzugehen. Simone Kutzke ist zufrieden mit den Ergebnissen von „Faustlos“ oder der spielzeugfreien Zeit: „Meine Kinder sind ausgeglichener und schauen sich mehr um: Mein Sohn hat letztens sogar angefangen, den Badvorleger zu falten“, lacht die Vorsitzende des Elternrats.

Seit 2009 befindet sich die Kita Usedomstraße in der Trägerverantwortung des evangelischen Kita-Verbandes Köln-Nord. 2010 erhielt die Einrichtung mit den Kitas Lebensbaumweg und Villa Maus das NRW-Gütesiegel für ein gemeinsames Familienzentrum: die „efa nordwärts.“

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