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Dahlemer Kunsthaus Nordtor: Wie Standbilder in einem rasanten Film

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Dietrich Schubert zeigt im Kunsthaus Nordtor in Kronenburg auch Schwarz-Weiß-Fotografien aus der Eifel .
Dietrich Schubert zeigt im Kunsthaus Nordtor in Kronenburg auch Schwarz-Weiß-Fotografien aus der Eifel .
Foto: Gudrun Klinkhammer
Dahlem-Kronenburg

Vor gut einem Jahr wurde das Kunsthaus Nordtor eröffnet. Träger der neuen Kultureinrichtung ist der Verein „Freies Forum Kronenburg“. Nach einem Jahr des Bestehens zog Waltraud Stuhrmann, eine der Verantwortlichen, nun eine erfreuliche Bilanz: „Bereits im Mai konnten wir den 5000. Besucher begrüßen.“

Derzeit läuft die vierte Ausstellung im Nordtor. Künstler wie Waltraud Stuhrmann (Malerei) und Peter Igelmund (Schmuckdesign) sind bereits zum wiederholten Mal als Aussteller beteiligt.

Waltraud Stuhrmann stellt farbintensive Gemälde aus.
Waltraud Stuhrmann stellt farbintensive Gemälde aus.
Foto: Gudrun Klinkhammer

#bigimage

Ergänzt wird die Schau durch Arbeiten von Maria Zalfen-Lenz, Petra Heggen, Maria Engel und Paul Hömmerich. Premiere im Kunsthaus feiert derzeit Dietrich Schubert, der neun Fotografien zeigt. Bekannt ist der 73-Jährige als Dokumentarfilmer.

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Peter Igelmund ist im Kunsthaus Nordtor mit Schmuck vertreten.
Peter Igelmund ist im Kunsthaus Nordtor mit Schmuck vertreten.
Foto: Gudrun Klinkhammer

Mehr als 70 Kino- und Fernsehfilme hat der Wahl-Kronenburger bisher produziert, für die er mit diversen Auszeichnungen wie etwa 1981 mit dem „Adolf-Grimme-Preis“ dekoriert wurde.

Viel beachtetes Selbstexperiment

Im Kunsthaus zeigt Schubert überwiegend Landschaftsbilder aus der Eifel und aus der Wüste. 2010 unternahm Schubert für den Film „Allein die Wüste“ ein viel beachtetes Selbstexperiment, indem er sich für zwei Monate in die Einsamkeit der marokkanischen Wüste begab. Einige Bilder präsentiert er in Schwarz-Weiß, andere in Farbe.

Schubert: „Am liebsten benutze ich eine analoge Mittelformatkamera, aber auch eine digitale Spiegelreflexkamera.“ Derzeit sieht sich der Filmemacher in erster Linie als Fotograf: „Im Augenblick habe ich tatsächlich die Fotografie für mich wiederentdeckt.

#bigimage

Filmproduktionen habe ich ausnahmsweise mal keine im Kopf.“ Zu seinen aktuellen Fotografie-Projekten zählt eine Serie über Feldscheunen. Eine Arbeit wird in Kronenburg im Kunsthaus bereits gezeigt. Schubert lichtete eine Scheune in ihrer Gesamtheit ab und stellte der Totalen ein Foto eines Details dieser Scheune zur Seite.

Generell leben die Schubert-Fotos allerdings ebenso wie die Schubert-Filme von unverwechselbarem Langmut. Die Fotos wirken wie Standbilder in einem rasanten Film. Sie scheinen Atempausen in einem bewegten Leben zu sein.

#article

Die vierte Ausstellung im Kunsthaus Nordtor in Kronenburg ist bis Ende September 2013 zu sehen, die Öffnungszeiten sind mittwochs bis sonntags von 13 bis 18 Uhr.

Weitere Informationen gibt es im Internet.