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Kommentar zum 1. FC Köln: Das FC-Wunder gegen Sandhausen

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Kölns Trainer Peter Stöger. Foto: dpa
Der 1. FC Köln hat es am Samstag geschafft, sich mehr Tore als Chancen gegen den SV Sandhausen zu erarbeiten. Statistisch gesehen, hat der FC klar dominiert, doch das Spiel sah in der Realität anders aus. Anstoß, der Kommentar  Von
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Zahlen lügen auch im Fußball nicht. Aber sie trügen bisweilen. Menschen, die das Spiel des 1. FC Köln gegen Sandhausen nicht gesehen haben, wird durch die Zahlenspiele ein klarer Eindruck vermittelt: 13:11 Schüsse, 71:29 Prozent Ballbesitz, 3:0 Ecken, 2:0 gewonnen. Kantersieg. Alles gut soweit.

Menschen, die das Spiel gesehen haben, staunen hingegen über das Kölner Wunder, mehr Tore als Chancen produziert zu haben.

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Auch diese Beobachter berufen sich auf die Statistik. Nur zwei (!!) der 13 Torschüsse erreichten das Tor, darunter ein Elfmeter. Von der beeindruckenden Effizienz einmal abgesehen eine mäßige Bilanz gegen den sportlich im Sommer abgestiegenen Klub mit dem Mini-Etat.

Exemplarisch für die Schere zwischen Fakten und Leistung steht Matthias Lehmann: 107 Ballkontakte, Bestwert. Aber auch: Fehlpässe, Stoppfehler – Spielab- statt Spielaufbau. Doch dem ideenlosem Quergeschiebe zwischen den Strafräumen steht immerhin eine Serie ohne Niederlage gegenüber, die für die zweite Pokalrunde und zum Anschluss an die Aufstiegsplätze gereicht hat.

Stöger: „Haben verdient gewonnen“

So schaffen es nicht einmal die Zahlen, ein klares Bild des FC der Stöger-Ära zu zeichnen. Bedenklich stimmt aber, dass in dieser Saison Pfiffe zu den Heimspielen gehören wie die Karnevalsmusik – schon vor der Pause. Die Geduld der Fans scheint plötzlich endlich.

Doch obwohl Stöger vom angekündigten Spektakel-Fußball maximal entfernt ist, hat der FC die neuerlichen Umbauarbeiten recht schadlos überstanden. Ein bedeutender Eindruck lässt sich sogar durch Zahlen belegen: Der sechstplatzierte Klub präsentiert sich besser als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (17.). Immerhin. Denn Fortschritte – wenn auch nur im Zeitlupentempo – hat es beim 1. FC Köln lange nicht gegeben.

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