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Kommentar zum Autonomen Zentrum: Eine unverdiente Belohnung

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An der Stelle der besetzten ehemaligen KHD-Werkskantine soll eine möglichst große Grünfläche entstehen, um die Grünversorgung in dem Stadtteil zu verbessern.   Foto: Worring
An die letzte Abmachung haben sich die Aktivisten vom Autonomen Zentrum nicht gehalten. Dafür werden sie jetzt mit einem Gelände in bester Innenstadtlage belohnt. Ob die Stadt sich damit einen Gefallen tut? Anstoß, der Kommentar  Von
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Köln

Der Umzug des Autonomen Zentrums auf ein Gelände am Eifelwall und der Luxemburger Straße verschafft dessen Nutzern eine neue Bleibe  in bester innerstädtischer Lage –  und den Verantwortlichen im Rathaus  Luft. Immerhin.  Eine gute Lösung ist der ausgewählte Standort  aber nicht. Denn die  Einigung birgt das Risiko dass sie wichtige  Vorhaben der Stadt verzögern könnte.

 In unmittelbarer  Nachbarschaft  der ehemaligen Dienstgebäude soll das neue Stadtarchiv errichtet werden. Und das Gebäude, das dem  Autonomen Zentrum zusagt worden ist, muss 2019 einer Grünanlage  weichen, die der  Vervollständigung des Inneren Grüngürtels dient. Notarvertrag hin, wohlklingende  Absichtserklärungen her – wer will nach den Erfahrungen der zurückliegenden Monate garantieren,  dass sich die  Vertreter des Autonomen Zentrums diesmal an die Abmachungen halten? Schließlich ist der neue Standort durch seine zentrale Lage unweit der Universität  für ein Kulturzentrum höchst attraktiv; mehr Szene geht kaum,  danach kann es nur schlechter werden.

Autonomes Zentrum zieht an den Eifelwall

Krise abgewendet - aber zu welchem Preis?

Der Druck, den die Nutzer des Autonomen Zentrums aufgebaut haben, hat gewirkt. Die Stadt stellt jenen, die  so wenig   vertragstreu waren,  einen Top-Standort  zur Verfügung. Man könnte fast von einer Belohnung sprechen, einer unverdienten. 

Sowohl die Verwaltung als auch die rot-grüne Ratsmehrheit wollten eine gewaltsame Räumung des  Gebäudes in der Kalker Wiersbergstraße  vermeiden.  Das dürfte  gelungen sein. Um welchen Preis, das wird sich  Ende 2018 zeigen, wenn das Autonome Zentrum das Gelände am Eifelwall räumen muss.

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