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Eurogruppen-Chef: Keine Lösung für Europas Malaise

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Merkel und Hollande haben eine Idee. Foto: AFP
Ein hauptamtlicher Eurogruppenchef ist keine schlechte Idee. Dennoch kann der überraschende Vorstoß von Frankreichs Präsident François Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel Europa nicht aus seiner festgefahrenen Situation befreien.  Von
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Es klingt bestechend: Die Eurogruppe, in der regelmäßig die Finanzminister der Mitgliedsländer den Kurs abstecken, bekommt einen hauptamtlichen Chef. Derzeit führt der Niederländer Jeroen Dijsselbloem die Geschäfte. Er ist aber auch zugleich Finanzminister seines Landes.

Mit Ruhm hat sich der unerfahrene Agrarökonom Holländer in dem europäischen Spitzenamt nicht bekleckert. Das aber soll nicht der Grund sein für die Initiative von Berlin und Paris, die Institutionen zu ändern. Mit ihrem Vorschlag würden sie Europa stärken. Nicht mehr ein nationaler Vertreter wäre oberster Finanzpolitiker in der Währungsunion, sondern ein Mann oder eine Frau Europas.

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Dieser Posten wäre ein Schritt zum europäischen Finanzminister, ähnlich dem US-Finanzminister in den Vereinigten Staaten von Amerika. Noch ist es aber nicht so weit. Der hauptamtliche Eurogruppenchef wäre kein europäischer Finanzminister, betonte Seibert.

Allerdings kommt auch schon Widerstand – und gerade aus Deutschland. In Europa gebe es bereits genug Posten, sagte Brüderle am Freitag im Deutschlandfunk. Es gebe bereits Präsidenten der Kommission, des EU-Rates und des EU-Parlaments sowie eine Außenbeauftragte und 28 Kommissare.

Er sei nicht sicher, ob die Eurokrise mit einem weiteren hoch bezahlten Posten in Brüssel leichter gelöst werde, sagte Brüderle. Auch Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der selbst einmal für das Amt in seiner heutigen Ausgestaltung im Gespräch war, hatte sich stets vehement gegen einen neuen Vollzeitposten ausgesprochen.

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