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Fachhochschule Deutz: Denkmalschutz ad absurdum geführt

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Ein typisches Kind der 70er Jahre: Das Ingenieurwissenschaftliche Zentrum der FH in Deutz. Foto: michael bause
Die Entscheidung, das FH-Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen, ist - rechtlich gesehen - konsequent. Doch niemand nimmt die Entscheidung richtig ernst, womit weder der FH noch anderen Denkmälern geholfen ist. Ein Kommentar.  Von
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Deutz

Ein Haus muss nicht schön sein, um denkmalwürdig zu sein. Es muss bestimmte Kriterien erfüllen, die allein durch das Denkmalschutzgesetz bestimmt werden. Weitergehende Pläne oder wirtschaftliche Vorgaben werden bei der Entscheidung nicht berücksichtigt – aus gutem Grund. Von daher ist die Entscheidung, die Fachhochschule in Deutz unter Schutz zu stellen, durchaus konsequent.

Was aber nicht heißt, dass sie richtig ist: Ein Haus, das nicht einmal in Gänze individuell geplant ist, sondern zu einer Familie von ähnlichen Typen gehört, als „Dokument der Bildungsreform“ , gar als „Muster des gesellschaftlichen Wandels“ einzuordnen, ist eine dünne Begründung für eine Unterschutzstellung. Und niemand, der aus der Entfernung den Dom hinter oder neben dem Hochhaus der Fachhochschule sucht, wird die „stadtteilprägende Fernwirkung“ des massiven Baus als besonders wohltuend einstufen.

Ist die FH denkmalwürdig?

Wirklich unverzichtbar scheint der Bau indes auch bei den Beteiligten nicht: Schon im Vorfeld diskutierten die involvierten Behörden – inklusive der Denkmalschützer – dem Vernehmen nach intensiv über das weitere Vorgehen. Und so waren die Signale, dass auf den Denkmalschutz wohl dennoch der Abbruch folgen wird, nicht zu überhören. Für die Akzeptanz künftiger Entscheidungen der Konservatoren ist der gesamte Vorgang keine gute Nachricht: Denkmalschutz, so die Botschaft, ist in Ordnung. Ernst nehmen müssen wir ihn nicht.

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