Debatte
Kommentare der Redaktion und Anstoß, der Online-Kommentar

Vorlesen
4 Kommentare

FC Bayern: Guardiolas logische Wahl

Erstellt
Pep Guardiola Foto: AFP
Pep Guardiola und der FC Bayern - noch klingt es fremd, doch irgendwie auch erfolgsversprechend. Europas Spitzenklubs mühten sich um den spanischen Erfolgstrainer. Der 41-Jährige entschied sich für die Bundesliga. Eine logische Wahl. Kommentar  Von
Drucken per Mail

Es klingt noch fremd: Josep Guardiola, genannt Pep, wird in der nächsten Saison Trainer des FC Bayern München. Um 16.49 Uhr am Mittwoch bestätigte der FC Bayern per Presseerklärung das, was sich im Laufe des Nachmittags schon über den Gerüchtestatus hinaus verdichtet hatte: "Jupp Heynckes beendet seine Karriere zum Saisonende /Pep Guardiola ab neuer Saison Trainer des FC Bayern".

Der 41 Jahre alte Erfolgstrainer des großen FC Barcelona, der zweimalige Champions-League-Sieger, der Mann, der die Karriere von Stars wie Weltfußballer Lionel Messi begleitet hat, wird also wohl nach einem Jahr Pause wieder ein großes Team coachen.

Warum die Münchner? Es ist keine Sensation, dass sich Guardiola den FC Bayern ausgesucht hat. In Wahrheit kam für ihn kaum eine andere europäische Mannschaft in Frage. Guardiola ist Katalane, er ist beim FC Barcelona groß geworden. Der Klub steht – anders als der protzige Hauptstadtrivale Real Madrid – trotz exorbitant hoher Etats für eher vernünftiges Wirtschaften, für vornehme Zurückhaltung – und in der Folge des nachhaltigen Wirkens des holländischen Fußball-Heiligen Johan Cruyff für Erfolg durch Konstanz, System, eine einheitliche Klub-Philosophie und für eine spektakulär erfolgreiche Jugendarbeit.

Mehr dazu

Für Guardiola wäre deshalb ein Engagement bei einem von Scheichs gekauften englischen Klub oder bei neureichen Franzosen nicht in Frage gekommen. Er wäre sich selbst untreu geworden. Die Bayern sind hingegen ein Verein, der sich den Erfolg über lange Jahre erarbeitet hat, ein Klub, der im Vergleich mit der europäischen Spitzenklasse dezent auftritt, der wirtschaftlich gesund ist. Deshalb ist für Guardiola der FC Bayern eine logische Wahl.

Wird Guardiola beim FC Bayern glücklich?

Für die Münchner kann er, wenn sie gut zusammenfinden, ein riesiger Gewinn sein. Sie können sich mit Guardiola weiterentwickeln und, sich am Vorbild FC Barcelona orientierend, noch gründlicher arbeiten und erfolgreicher werden.

Um Jupp Heynckes, den aktuellen Bayern-Coach, der die Münchner bislang durch eine phänomenal erfolgreiche Spielzeit führt, muss man sich übrigens keine Sorgen machen. Er wird im Mai 68 – in diesem Alter kann man in den Trainer-Ruhestand gehen.

Auch interessant
FACEBOOK
Top-Autoren
Frost-PC

Aktuelle Notizen aus der digitalen und der realen Welt, politisch, satirisch oder privat: Die Blogs von ksta.de.

ipad
Tablet-Ausgabe

Jetzt noch lokaler und umfangreicher: Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ für das Tablet lädt zur Erlebnisreise durch die Themen des Tages ein. Jetzt 20 Tage lang gratis testen!

Kleinanzeigen
Karikaturen
Sakurai

So sehen es unsere Karikaturisten. Das Beste von Sakurai, Hanel, SKOTT.