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Kölner Haie: Reise in eine unbekannte Welt

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Uwe Krupp. Foto: Bongarts/Getty Images
Und noch ein Sieg zum Jahresabschluss - die Kölner Haie sind auf dem besten Weg in die Playoffs. Doch im Hinblick auf die dort anstehenden Aufgaben bäumen sich so manche Unwägbarkeiten auf. Ein Kommentar.  Von
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Es ist schön für die Haie, dass sie das letzte Spiel des Jahres gewonnen haben. So können die Eishockey-Profis unbeschwert Silvester feiern. Von einem erfolgreichen neuen Jahr dürfen sie aber nicht nur wegen des gelungenen Jahresabschlusses träumen. Der KEC will 2013 um den Titel mitspielen, dafür hat er in den Kader investiert. Und er kann es auch, wenn sich die Dinge weiter günstig entwickeln.

Trainer Uwe Krupp vergleicht eine Saison gern mit einer Reise, deren Ziel es sei, die Playoffs in Bestform zu erreichen. Abgesehen vom Ziel ist allerdings wenig bekannt, die Haie bereisen unbekanntes Terrain. Zunächst wird sich bis Mitte Januar klären, ob in der NHL noch gespielt wird – oder nicht.

Im negativen Fall müssten die Haie sofort reagieren und Verstärkungen aus der nordamerikanischen Eliteliga verpflichten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Aber würden sie auf die Schnelle auch die richtigen Leute finden?

Die nächste Unbekannte: Niemand weiß, ob die Leistungsträger den Rest der Saison ohne Verletzungen überstehen werden. Und falls sie guter körperlicher Verfassung in die Endrunde gelangen, ist nicht sicher, dass sie auch die mentale Spannung aufbauen werden, die ein Team braucht, das Großes vollbringen will. Profis wie die Schweden Daniel Tjärnqvist und Andreas Holmqvist zeigten zwar starke Spiele im Haie-Trikot, aber auch Tendenzen zur Lässigkeit, die sie ablegen müssten.

Krupp betritt seinerseits als Trainer Neuland. Nach einem Aufbaujahr in Köln wird von dem früheren NHL-Profi zum ersten Mal erwartet, dass er die Haie ganz nach oben führt. Als Bundestrainer kämpfte er früher mit dem deutschen Nationalteam ums Überleben und um Achtungserfolge. Aber nie um Titel. Wie kommt der superehrgeizige Coach mit der neuen Situation zurecht? Ein Trainer, der immer brennt, kann die Spieler motivieren. Oder verrückt machen, wenn er übertreibt.

Die Unwägbarkeiten sind groß, sicher ist nur: Es ist kein Entspannungstrip, den die Haie unternehmen, sondern eine Abenteuerreise. Und das Gute an Abenteuern ist dies: Sie sind nicht langweilig.

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