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Kommentar: Google-Chef hat nichts kapiert

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Google verschiebt, wie andere Firmen auch, die Kosten hin und her Foto: dapd
Seinen Stolz auf Steuertricks hätte sich Google-Chef Eric Schmidt lieber sparen sollen. Zwar können sich hochprofitable Unternehmen die Steuern legal wegrechnen, eine gesellschaftliche Verantwortung haben sie trotzdem.  Von
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Google-Chef Eric Schmidt kann sicherlich auf vieles „sehr stolz“ zu sein. Doch den demonstrativen Stolz auf die Steuersparmodelle seines Suchmaschinenkonzerns hätte er sich sparen können. Denn was Google, aber auch andere hochprofitable US-Unternehmen bilanztechnisch treiben, bringt viele Menschen zu Recht auf die Palme: Starbucks, Apple, Facebook, Google & Co. verschieben Umsätze und Kosten in ihren Auslandsgesellschaften so lange hin und her, bis sie praktisch keine Steuern mehr zahlen müssen.

Wohlgemerkt: Die Methoden sind legal. Die Regierungen in Ländern wie Irland oder den Bermudas haben sie sogar bewusst geschaffen, um solche Konzerne anzulocken. Doch mit den Steuerspar-Tricks zu prahlen und diesen „Kapitalismus“ auch noch in höchsten Tönen zu loben, zeugt davon, dass Google-Chef Schmidt selbst im Jahr fünf der Finanzkrise noch nichts kapiert hat. Nicht nur Banken, auch Firmen haben eine gesellschaftliche Verantwortung. Die Unternehmen profitieren von staatlichen Ausgaben für Ausbildung oder Infrastruktur. Die Konzerne sollten also stolz sein, ihren gerechten Beitrag zum Steueraufkommen zu leisten.

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