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Kommentar zum 1. FC Köln: Zum Aufstieg verdammt

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Der 1. FC Köln hat ein finanzielle Probleme.  Foto: Rainer Dahmen
Der Schuldenberg des 1. FC Köln beläuft sich auf geschätzte 32 Millionen Euro. Sollte in der nächsten Saison erneut der Aufstieg verpasst werden, könnte es für den Geißbockklub finanziell sehr eng werden. Ein Kommentar.  Von
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Alle bilanzkosmetischen Tricks können nicht darüber hinwegtäuschen: Das Eigenkapital des Gesamtkonzerns 1. FC Köln ist aufgezehrt, den Verbindlichkeiten von geschätzt 32 Millionen Euro stehen keine ausreichenden Vermögenswerte gegenüber. Wie etliche Profivereine rettet sich auch der FC nur damit, dass der auf den Wert seines Spielerkaders verweist. Das seien die stillen Reserven. Diese Werte dürfen nach Handelsrecht zwar nicht bilanziert werden. Aber das schert die Verantwortlichen nicht. Weil sie sonst den Gang zum Insolvenzrichter antreten müssten.

Eine Pleite des 1. FC Köln will keiner: der Klub nicht, die Stadt nicht und die Fans schon gar nicht. Weil aber für die Rettung um jeden Preis das Geld fehlt, steht Geschäftsführer Alexander Wehrle vor einer Herkules-Aufgabe. Er muss den FC in der kommenden Saison irgendwie in die Bundesliga hieven, nicht aus sportlichen Gründen, sondern allein um des wirtschaftlichen Überlebens willen.

Das kann nur gelingen, indem er kurzfristig möglichst viele Gelder lockermacht und hofft, dass am Ende des Kraftakts im Mai 2014 tatsächlich der Aufstieg steht. Auf dieses Ziel sind alle Verhandlungen ausgerichtet: mit der Stadt über die Stadionmiete, mit einem neuen Pächter für das Stadion-Catering. Dazu wird es wohl auch weiterer Bilanz-Kosmetik bedürfen, dem Verkauf und der Rückanmietung des Geißbockheims.

Geht die Sache schief, wird es eng. Denn selbst die Deutsche Fußball-Liga, die sich bisher kaum für die Schuldenberge und die finanzielle Stabilität ihrer Klubs interessierte, hat begriffen, dass es so nicht weitergeht. Hauptsache, der Läufer erreicht die Ziellinie. Wenn er danach tot zusammenbricht, hat er Pech gehabt. Sie wird in Kürze die Bedingungen für die Lizenzvergabe verschärfen.

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Die bisherige Politik der DFL kann jedoch nicht als Ausrede für das eigene wirtschaftliche Unvermögen gelten. Niemand hat den FC dazu gezwungen, Transferbeteiligungen von Spielern an Investoren zu veräußern und innerhalb einer Saison Einnahmen zu verfrühstücken, die für viele Jahre hätten reichen müssen.

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