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Kommentar zum Dokudrama „George“ : Ein Götz kommt selten allein

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Götz George spielt in "George" seinen berühmten Vater Heinrich.  Foto: dpa
Götz George spielt seinen Vater Heinrich George - und schon kommt Kritik auf: Im Dokudrama „George“ werde die Nazi-Vergangenheit von Heinrich George verharmlost. Doch dieser Vorwurf ist nicht stichhaltig.  Von
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Gleich zu Beginn schließt der von den Sowjets internierte Heinrich George seinen achtjährigen Sohn unter heißen Tränen in die Arme. Und da Götz George im ARD-Dokudrama "George" seinen früh verstorbenen Vater spielt, versöhnt er sich im Grunde mit sich selbst. In solchen Momenten fühlt man sich vorm Fernseher, als platze man in eine Familientherapie, und schaut betreten weg.

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Aber man kann "George" auch aus anderen Gründen kritisieren: So wirft der Filmproduzent Arthur Brauner dem Film vor, in ihm werde die Verstrickung des Schauspielers Heinrich George mit dem NS-Regime beschönigt. Stichhaltig ist der Vorwurf allerdings nicht: Anders, als Brauner meint, wird George sehr wohl als Vorzeigefigur der Nazis vorgeführt. Außerdem noch als Gemütsmensch, der mit den Nazis paktierte, um die Kultur vor der Barbarei zu retten - und sich dabei teilweise mit der Barbarei gemein machte.

Erstaunlich ist auch, dass Brauner die darstellerische Leistung Götz Georges als "herausragend" lobt. Hier hätte seine Kritik lieber ansetzen sollen.

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