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Kommentar zum Nürburgring: Grand-Prix ohne Staatskohle

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Sebastian Vettel und der F1-Zirkus werden auf dem Nürburgring um WM-Punkte fahren. Foto: dpa
Im Sommer wird der Formel-1-Zirkus wieder auf dem Nürburgring seine Runden drehen. Die eigentliche Überraschung ist, dass die Veranstaltung ohne staatliche Zuschüsse auf die Beine gestellt wurde. Anstoß, der Kommentar.  Von
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Man kann es sich natürlich so einfach machen wie die Herren, die  am 7. Juli üblicherweise  im Mittelpunkt stehen werden. Sebastian Vettel und Nico Rosberg sind glücklich über den Verbleib des Nürburgrings im Formel-1-Kalender. Verblüffen muss das nicht. Kaum ein Sportler wird sich ohne Not dem Verdacht der Ignoranz gegenüber seinen nationalen Fans aussetzen. Außerdem ist der Heimvorteil durchaus ganz praktisch, weil er sich im optimalen Fall auch im Wettbewerb darstellen lässt, und wenn es nur eine Zehntelsekunde ist.

Soweit die Überlegungen der Protagonisten, die sich um die Hintergründe der Einigung zwischen Formel-1-Impresario Bernie Ecclestone und den Betreibern der Rennstrecke(n) von Natur  aus keine Gedanken machen: irgendwie geht es ja doch immer weiter. 

Dass dieses Prinzip auch in der finanziell, juristisch und politisch brisanten  Lage rund um das Millionengrab Nürburgring funktioniert, ist die eigentliche Überraschung und wirft spannende Fragen auf. Jahrelang bedurfte der Renntermin in der Eifel eines Landeszuschusses in zweistelliger Millionenhöhe, plötzlich geht es ohne Staatsknete, wie das? Warum ließ Ecclestone die Verhandlungen mit der privaten Betreibergesellschaft platzen, nur um sich in kürzester Zeit mit der Betreibergesellschaft der insolventen staatlichen Nürburgring GmbH auf einen Vertrag zu verständigen?

Ist es nicht bemerkenswert, dass Ecclestone, dem in München noch immer der Prozess wegen Bestechung droht, sich neuerdings bei jeder Gelegenheit für deutsche Interessen verwendet? Bernie E. plötzlich altersmilde? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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